Natalja Wladimirowna Jurtschenko (; * 26. Januar 1965 in Norilsk, Sowjetunion) ist eine ehemalige sowjetische Kunstturnerin. Bei Weltmeisterschaften gewann sie drei Goldmedaillen.
Karriere Jurtschenkos Vater arbeitete als Ingenieur in Norilsk, ihre Mutter als Buchhalterin. Bei einem Urlaub am Schwarzen Meer fiel sie 1976 einer Trainerin auf, die sie weiter empfahl. Jurtschenko wechselte dann zum Trainer Wladyslaw Rastorotzki nach Rostow, wo sie für Dynamo Rostow startete.Angaben nach Munzinger
1981 gewann Jurtschenko erstmals den Titel im Mehrkampf bei den sowjetischen Meisterschaften. Im Jahr darauf siegte sie im Mehrkampf und an drei Geräten. 1983 bei den Europameisterschaften in Göteborg wurde sie Neunte im Mehrkampf sowie Vierte am Schwebebalken und im Bodenturnen. Bei der Universiade in Edmonton siegte sie mit der Mannschaft, im Mehrkampf sowie im Sprung, am Stufenbarren und am Schwebebalken. Bei den sowjetischen Meisterschaften gewann sie zum dritten Mal im Mehrkampf und erneut an drei Geräten.Jurtschenko bei gymn-forum.net Bei den Weltmeisterschaften in Budapest siegte Jurtschenko mit der sowjetischen Mannschaft.Mannschaft WM 1983 bei gymn-forum.net Im Mehrkampf gewann sie vor Olga Mostepanowa (ebenfalls Sowjetunion) und der Rumänin Ecaterina Szabó, wobei Jurtschenko und Szabó sowohl im Sprung als auch am Boden eine 10,0 erhielten.Mehrkampf WM 1983 bei gymn-forum.net In den Gerätefinals wurde Jurtschenko nur Achte im Sprung und trat danach nicht mehr an den anderen Geräten an.Gerätefinals WM 1983 bei gymn-forum.net
1984 konnte Jurtschenko wegen des Olympiaboykotts nicht an den Olympischen Spielen in Los Angeles teilnehmen. Als Ersatzveranstaltung starteten die sowjetischen Turnerinnen bei der Spartakiade in Olmütz. Dort gewann die Mannschaft. Im Mehrkampf wurde Jurtschenko Fünfte, im Sprung holte sie Gold und am Stufenbarren Silber. 1985 bei den Europameisterschaften in Helsinki belegte Jurtschenko den zehnten Platz im Mehrkampf. Bei der Universiade in Kōbe gewann Jurtschenko die Titel im Mehrkampf und mit der Mannschaft sowie am Boden und am Stufenbarren. Bei den Weltmeisterschaften in Montreal im November 1985 gewann die sowjetische Mannschaft, wobei Jurtschenko die beste Punktzahl ihrer Riege erreichte.Mannschaft WM 1985 bei gymn-forum.net Im Mehrkampf wurde sie nach einem Patzer am Stufenbarren nur Sechste.Mehrkampf WM 1985 bei gymn-forum.net In den Gerätefinals wurde sie Sechste im Sprung und am Schwebebalken.Gerätefinals WM 1985 bei gymn-forum.net
1986 beendete Jurtschenko ihre Karriere. Sie heiratete den Fußballspieler und Olympiasieger Igor Skljarow. 1999 zog das Ehepaar mit der gemeinsamen Tochter in die Vereinigten Staaten. Nach einer Zeit in Pennsylvania wurde Jurtschenko Trainerin in Chicago. 2014 wurde sie in die International Gymnastics Hall of Fame aufgenommen.Jurtschenko bei ighof.com
Jurtschenko-Sprung Natalja Jurtschenko erfand einen Sprung, der nach ihr benannt wurde. Der Sprung beginnt mit einem Rondat auf das Sprungbrett. Von dort erfolgt rückwärts ein Flickflack auf das Sprunggerät und dann wird mit Salti und/oder Schrauben fortgesetzt.
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Fußnoten
Kategorie:Turner (Sowjetunion) Kategorie:Weltmeister (Turnen) Kategorie:Sowjetischer Meister (Turnen) Kategorie:Sieger bei den World University Games (Turnen) Kategorie:Universiadeteilnehmer (Sowjetunion) Kategorie:Teilnehmer der Sommer-Universiade 1983 Kategorie:Teilnehmer der Sommer-Universiade 1985 Kategorie:Turntrainer Kategorie:Russischer Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau