Johann Merkl (* 3. Juli 1870 in Stepperg; † 27. März 1962 in Neuburg an der Donau) war ein deutscher Landwirt und Mitglied des Bayerischen Landtags.
Leben Johann Merkl besuchte nach seinem Volksschulabschluss eine gewerbliche Fortbildungsschule und Handelsschulkurse und übernahm in Auschlößchen in der Gemeinde Bittenbrunn einen Landwirtschaftsbetrieb. 1893 kam er zur Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika, die 1891 zur Bekämpfung der Aufständischen in der deutschen Kolonie aufgestellt wurde. Nach dem Selbstmord des Hehe-Herrschers Chief Mkwawa spürte Merkl dessen Leiche auf und trennte seinen Kopf ab, auf den 6000 Rupien ausgesetzt waren.
Mithilfe dieser Prämie war Merkl nach seinem Militäreinsatz von 1896 an als Farmer und Kaufmann in Marangu am Fuße des Kilimandscharo in Tansania tätig, bis er 1906 zu seiner Landwirtschaft in die Heimat zurückkehrte. Als Mitglied der Bayerischen Volkspartei hatte er vom 24. Januar 1922 bis 1933 als Nachfolger des verstorbenen Abgeordneten Joseph Anton Bottner ein Mandat für den Bayerischen Landtag, gewählt im Stimmkreis Neuburg-Monheim. Vom 31. Mai 1922 an gehörte er als 5. Schriftführer dem Landtagspräsidium an.
Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtags (Weimarer Republik, 5. Wahlperiode)
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Einzelnachweise
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