Nina Schmid-Schriber (* 20. August 1876; † 17. Januar 1956; heimatberechtigt in Dietwil) war eine Schweizer Verwaltungsrätin, Arbeiterinnenvertreterin und Lehrerin.
Leben Herkunft, Bildung, Beruf Sie war Lehrerin in Kriens.
Öffentliches Engagement 1904 gründete sie den katholischen Arbeiterinnenverein der Region Luzern, den sie bis 1937 präsidierte. Der Verein bot Kurse für Hausarbeit an. Der Verein engagierte sich allerdings auch für eine gerechte Entlöhnung und Rechtsschutz der Arbeiterinnen. 1905 schloss sich der Verein dem (Neuen) Schweizer Arbeiterbund an, wo sie im selben Jahr Mitglied des Bundesvorstands wurde. 1907 wurde sie mit einer weiteren christlich-sozialen Frau die eidgenössische Expertenkommission zur Revision des Fabrikgesetzes gewählt.
1906 setzte sie durch, dass sich der Verein der katholischen Lehrerinnen der Schweiz dem katholischen Frauenbund und dem Schweizerischen Katholischen Volksverein anschloss. 1907 wurde sie Sekretärin des Katholischen Frauenbunds, allerdings kündigte sie die Anstellung bereits Ende des Jahres. Sie wurde Redaktorin der «St. Elisabeths-Rosen», der Nachfolgezeitschrift der «Katholischen Frauenzeitung».
Im Nebenamt wurde sie Arbeiterinnensekretärin in der Zentralschweiz. In dieser Funktion wurde sie als Verwaltungsratsmitglied der SUVA vorgeschlagen. 1912 wurde sie als zusammen mit Susanne Jeanrenaud (die bereits nach einer Amtszeit zurücktrat) als erste Frauen in den Verwaltungsrat der SUVA gewählt. Der Bundesrat hatte bei der Gründung der SUVA explizit Wert darauf gelegt, dass auch die Interessen der Arbeiterinnen berücksichtigt werden.
Sie setzte sich im Verwaltungsrat stark für Prävention ein. Nachdem sie sich im November 1932 einen schweren Oberarmbruch zuzog und in der Bäderheilanstalt der SUVA in Baden behandelt wurde, engagierte sie sich für einen Ausbau der Rehabilitation.
Am 17. Dezember 1948 verliess sie den Verwaltungsrat, da sie mit 72 Jahren die Altersgrenze erreicht hatte.
Persönliches Sie heiratete 1913 den Krienser Zimmermann Louis Schmid. Ihr Sohn starb 1915 noch als Kleinkind, die 1916 geborene Tochter wurde von der Grossmutter und einer Tante betreut, damit sich Schmid-Schriber auf ihre politische Arbeit konzentrieren konnte.
Einzelnachweise
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