mini|hochkant=1.3|Luftbild von La Pared mit der Playa del Viejo Rey im Vordergrund La Pared ist ein Ort in der Gemeinde Pájara in der Provinz Las Palmas de Gran Canaria auf der kanarischen Atlantikinsel Fuerteventura. Die schmucklose Siedlung an der touristisch kaum erschlossenen Westküste zieht vornehmlich Ausflügler und Wellenreiter an.

Lage mini|Istmo de la Pared gesehen vom Mirador Astronómico de Sicacumbre La Pared liegt an der Nordküste des Istmo de la Pared, der mit einer Länge von 15 Kilometer und einer Breite von fünf Kilometer die schmalste Stelle Fuerteventuras markiert. Der Isthmus verbindet die größere Landmasse des Hauptteils der Insel mit der Halbinsel Jandía.Fuerteventura Tour & Trail Map. Discovery Walking Guides 2025. Von der Nordküste der Landbrücke führt die Landstraße FV-605 zum neun Kilometer entfernten Badeort Costa Calma an der Südküste; zu dem Gemeindesitz Pájara im Nordosten sind es 24 Kilometer.

Geschichte Der Name La Pared (dt. die Mauer) geht auf eine Trockensteinmauer zurück, die in vorspanischer Zeit zwei Herrschaftsgebiete der kanarischen Ureinwohner voneinander getrennt haben soll. Sie wird La Pared de Jandía genannt. Die davon erhaltenen bescheidenen Reste am östlichen Rand des Isthmus gehören seit 2014 zum Kulturgut von besonderem Interesse (span. Bien de interés cultural).

Kalköfen, unter anderem nordöstlich von La Pared am Strand von Puerto Nuevo, belegen, dass an der Küste bis ins 20. Jahrhundert hinein Kalk gebrannt wurde. Heute lebt man in der dünn besiedelten Region von Ziegenhaltung und etwas Landwirtschaft.

Beschreibung mini|Ausflugslokal in La Pared Der ältere Teil von La Pared besteht aus einer weitläufigen Streusiedlung, die sich nach Nordosten bis zum Dorf Las Hermosas erstreckt. Den neueren Ort bildet eine in den 1960er-Jahren begonnene, doch nie fertiggestellte Feriensiedlung. Die für Pauschalurlauber gedachten Bungalows und Apartments werden heute vornehmlich von Mitteleuropäern, davon überwiegend Deutsche, als Erst- oder Zweitwohnsitz genutzt. 2025 lebten in La Pared 204 gemeldete Einwohner.Einwohnerzahl des Instituto Nacional de Estadística. Abgerufen am 25. Juni 2026

Mitten durch die Siedlung verläuft die zweispurige Avenida del Istmo. Mit holpriger Fahrbahn, unfertigen Bürgersteigen, ramponierten Straßenlaternen und im Nirgendwo endenden Nebenstraßen ist sie ein Abbild des gescheiterten Siedlungsprojekts.Baedeker Reiseführer Fuertentura. MairDumont. Ostfildern 2024, ISBN 978-3-575-00131-3, S. 113

Die touristische Infrastruktur besteht aus einigen wenigen gastronomischen Betrieben sowie einer größeren Hotelanlage (anfangs der 1990er-Jahre als Costa Real, dt. Königliche Küste, eröffnet). Für Wellenreiter gibt es Surfbrett-Verleihs und Kursangebote.

Strandregion mini|Playa del Viejo Rey Die Playa del Viejo Rey (dt. Strand des alten Königs) etwa 200 Meter westlich der Feriensiedlung blieb von den Baumaßen im Hinterland unberührt, sie präsentiert sich gänzlich unverbaut. Die teils felsige, teils von Dünen besetzte Küste fällt auf einer Länge von fast einem Kilometer zu einem hellen Sandstrand ab, dieser gilt zusammen mit der Nachbarbucht als einer der schönsten Inselstrände.Rolf Goetz: Rother Wanderführer Fuerteventura. Bergverlag Rother. München 2024, ISBN 978-3-7633-4740-7, S. 127ADAC Reiseführer Fuerteventura. München 2008, ISBN 978-3-89905-448-4, S. 101 Angesichts der fast ganzjährig starken Brandung eignet er sich für den Badebetrieb allerdings nur bedingt, für das Wellenreiten dagegen herrschen ideale Bedingungen. Der Zugang ist über einen Treppenweg möglich.

mini|Punta de Guadalupe Nur durch einen Felsvorsprung getrennt schließt sich im Nordosten die Playa de la Pared an. Mit einer Länge von etwa 200 Meter ist sie wesentlich kürzer. Den Strand begrenzt nach Norden das hervorspringende Kliff Punta de Guadalupe, von dem sich weit die Westküste Fuerteventuras überblicken lässt.Thilo Scheu. Fuerteventura. Michael Müller Verlag. Erlangen 2018, ISBN 978-3-95654-135-3, S. 180

La Pared als Drehort La Pared diente u. a. als Drehort für die Kinofilme 3 Kreuze für einen Bestseller (2011) von dem deutschen Regisseur Klaus Lemke und Islands (2025) von Jan-Ole Gerster.

In der Nähe An der Landstraße FV-605 liegt in Richtung Pájara der Mirador Astronómico de Sicacumbe, der fast wie aus der Vogelperspektive einen Weitblick auf den Istmo de la Pared erlaubt.

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Einzelnachweise

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