Siphocampylus loxensis ist eine wahrscheinlich ausgestorbene Pflanzenart aus der Gattung Siphocampylus innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Sie war in Ecuador endemisch.

Merkmale Für Siphocampylus loxensis ist keine Wuchshöhe dokumentiert. Die kantigen, offenbar gebogenen, hohlen Zweige waren rostfarben filzig. Die kräftigen Blattstiele waren etwa 1 cm lang. Die eiförmig-länglichen bis länglichen Blätter waren 7–9 cm lang und 3–3,7 cm breit. Die Blattspreite war stumpf und an der Basis schwach herzförmig. Der Spreitenrand war zurückgerollt und dicht drüsig-fein gezähnt. Die Blattoberseite war glänzend und unbehaart, die Unterseite rostfarben filzig. Die 1 cm langen Blütenstiele waren etwas länger als die pfriemlichen Tragblätter. Der Blütenbecher war kreiselförmig. Die aufrechten, pfriemlichen Kelchzipfel waren 4–5 mm lang. Die Knospe (nur diese wurde beobachtet) war röhrig, schwach sichelförmig, an der Spitze geschnäbelt und filzig behaart. Die kahle Staubbeutelröhre war 9 mm lang.

Lebensraum Die Art wurde im Regenwald der Hochanden in Höhenlagen zwischen 2000 und 2500 m gesammelt.

Status Siphocampylus loxensis ist nur vom Typusexemplar bekannt, das Alexander von Humboldt um das Jahr 1800 gesammelt hatte. In der Standortbeschreibung werden lediglich „Berge in der Nähe von Loja“ in Ecuador erwähnt. Aufgrund ihres offenbar geringen geografischen Verbreitungsgebiets, des drastischen Rückgangs der ursprünglichen Vegetation in der Region und des Alters des einzigen bekannten Exemplars gilt die Art als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) und möglicherweise als „ausgestorben“ (extinct). In ecuadorianischen Museen werden keine Exemplare dieser Art aufbewahrt. Das Belegexemplar befindet sich im Herbarium Willdenow in Berlin. Die Zerstörung des Lebensraums war die einzige bekannte Bedrohung für die Art.

Literatur

Weblinks

Kategorie:Glockenblumengewächse Kategorie:Campanulaceae Kategorie:Neuzeitlich ausgestorbene Pflanze