mini|Herrenhaus (2018) Das Rittergut Hohne, Dorfstraße 35, in der niedersächsischen Gemeinde Hohne im Landkreis Celle stammt aus dem 14. Jahrhundert, das Herrenhaus wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird es zum Wohnen und im Nebenerwerb genutzt.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Hohne).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Geschichte und Beschreibung Die Ursprünge des Rittergutes Hohne lassen sich auf das 14. Jahrhundert zurückführen. Die Familie von Hohne führte als Lehen einen Sattelhof. 1372 und 1377 brannte das Gut aus. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Hof von der Familie von Strothen (auch Strate) bewirtschaftet. In der Ortskirche gibt es ein Epitaph des 1578 verstorbenen Gutsherren Diderich Strate.
Der britische König George II. und in Personalunion Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg vergab 1741 das Gut an die Freiherren von Bülow aus dem Haus der hannoverschen Linie Abbensen. Unter Freiherr Ernst Josua von Bülow, der Stader Regierungsrat war, und den Besitz weiterer Güter in Abbensen oder Stellfelde hatte, wurde das heutige Herrenhaus errichtet. Aufgrund des Wechsels der Lehnsherren wurde das Herrenhaus in einer frühklassizistischen Form neu errichtet. Nach einem Konkurs wurde das Gut ab 1784 zwangsverwaltet und 1884 dann allodifiziert (volles Eigentum). Das stark vernachlässigte Gut wurde durch Aufforstung und Landzukäufe saniert. 1955 erhielt die Familie von Steuben das Bülowsche Erbe.
Von der ursprünglichen hufeisenförmigen Anlage sind nur das Haupthaus und ein Wirtschaftsgebäude erhalten.
Das zweigeschossige, traufständige, siebenachsige Gebäude auf hohem Kellersockel, in symmetrischem Fachwerk mit zweifeldigen Streben und geschlämmten Steinausfachungen und hohlpfannengedecktem Krüppelwalmdach, wurde 1773 (Inschrift) gebaut. Ein mittiger Zugang hinter einer zweiläufigen Treppe mit Kellerzugang, der geschnitzten hölzernen Eingangstür (19. Jh.) mit einem Wappenstein im Brüstungsfach, sowie oben von einem Frontispitz abgeschlossen, erschließt das Haus. Im Inneren sind bauzeitliche Kachelöfen erhalten. Der rückwärtige Verandaanbau stammt vom 19. Jahrhundert.Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen Um 2013/14 wurde das Haus saniert.
Zur ursprünglich U-förmigen Anlage des Rittergutes gehören auch das eingeschossige Brauereigebäude von um 1750 in Fachwerk mit Ausfachungen in Stein und Krüppelwalmdach,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen eine zweireihige Lindenallee entlang der Zufahrt von der Dorfstraße zum Herrenhaus, die Feldsteineinfriedung zur Straße mit Torpfeilern mit eingelassenen Wappensteinen sowie der nicht denkmalgeschützte Rest des Wirtschaftshofes mit neueren Gebäuden.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… Schauwert für Bau- und Kunstgeschichte, durch die beispielhafte Ausprägung eines Stils und Gebäudetypus ….“
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Hohne Kategorie:Wohngebäude in Niedersachsen Hohne Hohne Hohne Kategorie:Fachwerkhaus in Niedersachsen Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Celle Kategorie:Erbaut 1773