Pierre-Antoine Savoyat (* 7. Oktober 1993) ist ein französischer Jazzmusiker (Trompete, Flügelhorn, Komposition).
Leben und Wirken Savoyat wuchs in einer musikbegeisterten Familie auf. Er erhielt zunächst Kornett-Unterricht am Conservatoire de Villefranche-sur-Saône (Frankreich). Als Autodidakt schrieb er bereits mit acht Jahren erste Werke. In seiner Jugend probierte er verschiedene Musikstile wie freie Improvisation, Jazz und Rockmusik aus und spielte auch Klavier und Orgel. Er studierte am Conservatoire à Rayonnement Régional de Chalon-sur-Saône, wo er ein dreifaches Musikdiplom in Jazz (bei Olivier Py und Fred Nardin), klassischer Trompete (bei Eric Planté) und Orchesterleitung erwarb. 2016 zog er nach Brüssel, wo er am Jazzbereich des Königlichen Konservatoriums Brüssel (bei unter anderem Thomas Mayade, Jean-Paul Estievenart, Diederik Wissels, Stéphane Galland und Jeroen Van Herzeele) seinen Bachelor-Abschluss mit Auszeichnung und 2021 seinen Master-Abschluss mit höchster Auszeichnung erwarb; während seines Masterstudiums war er für ein Austauschsemester an der Haute École de Musique de Lausanne bei Matthieu Michel und Emil Spanyi. Er absolvierte zudem Meisterkurse, unter anderem bei Alexandra Grimal, Philip Catherine, Steve Coleman und Wynton Marsalis.
Savoyat leitet sein eigenes Quartett Le monde merveilleux de Pépito (mit Simon Groppe am Klavier, Fil Caporali am Kontrabass und Oscar Georges am Schlagzeug), das in erweiterter Besetzung bisher zwei Alben vorlegte. Außerdem gehört er zum Bruteleiir Collectiif, dem Quartett Sornette und der Q-Some Big Band, für die er auch komponiert. Darüber hinaus bildete er ein Duo mit dem Pianisten Moritz Preisler. Weiterhin spielte er als Sideman bei Stéphane Galland & the Rhythm Hunters (gleichnamiges Album 2024), Elsiris, dem Orson Claeys 5tet und dem Joseph Bijon 5tet und arbeitete als Arrangeur für die französische Sängerin La Sido und die belgische Band Colline. Außerdem trat er mit Aka Moon (Quality of Joy), Django Bates, Jesse van Ruller, Gerry Hemingway, Gard Nilssen und John Ruocco auf und war zunächst Mitglied der Aksak Fanfar (East Road 2016), dann zwischen 2020 und 2022 des Orchestre national de jazz des jeunes unter der Leitung von Denis Badault und Franck Tortiller.
Zudem komponiert Savoyat für Blasorchester. Für die Brass Band Buizingen entstand 2017 seine Fanfare for the Union. Seine Sinfonietta Nr. 2 „Quatre Impressions“, ein Auftragswerk der Hauts-de-France Brass Band unter der Leitung von Luc Vertommen, war bei den französischen Meisterschaften 2022, wo die Hauts-de-France Brass Band den Titel gewann, sowie bei den Europameisterschaften im selben Jahr in Birmingham (2. Platz) erfolgreich und wurde als Pflichtstück für die belgische Meisterschaft 2023 ausgewählt. Nach dem Verlust zweier Freunde schrieb er sein teilweise auf Themen von Puccini aufbauendes Werk Farewell (2024), mit dem er den 6. Angelo-Inglese-Wettbewerb für Blasorchesterkomposition in Bari gewann.
Diskographische Hinweise Q-Some Big Band: Counsolin (2023) Pierre-Antoine Savoyat, Le monde merveilleux de Pépito: Memories from a Winter Journey (2023) Pierre-Antoine Savoyat, Simon Groppe: Les moutons noirs (Collectif Thöz 2025) Pierre-Antoine Savoyat, Le monde merveilleux de Pépito featuring Alexandra Grimal, Lucia Pires, Lynn Cassiers: Thousand Shades of a Clown (Challenge Records 2026)
Weblinks Eintrag (jazzinbelgium.be) Webpräsenz
Einzelnachweise
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