Der HC Kometa Brno ist ein tschechischer Eishockeyclub aus Brünn. Gemeinhin ist der Club in Tschechien als Kometa Brno oder einfach nur Kometa bekannt.
Geschichte mini|links|Logo von ZKL Brno 1953 wurde in Brünn ein Armeesportklub namens Rudá hvězda (kurz RH, deutsch Roter Stern) Brno gegründet. Schon in der ersten Saison kämpfte die Mannschaft um den Titel, der letztlich dank des besseren Torverhältnisses an Sparta Prag ging. In den nächsten zwölf Spieljahren gewann Brünn elf Meisterschaften, lediglich in der Saison 1958/59 sicherte sich SONP Kladno den Titel. 1962 wurde aus dem Armeesportverein ein ziviler Klub, der unter dem Namen des lokalen Traktorenwerkes Zbrojovka Brno als TJ ZKL Brno antrat. mini|links|100px|Logo von Kometa (1996–2012) Nach der letzten gewonnenen Meisterschaft 1966 gehörte die Mannschaft nur noch zum Mittelfeld der 1. Liga. 1980 stieg Zetor Brno, so hieß der Verein nach einem Namenswechsel des Kombinats, in die zweite Spielklasse ab. In der Folge pendelte Zetor, später HC Královopolská Brno, ab 1994 HC Kometa Brno, zwischen höchster und zweithöchster Spielklasse. In der Saison 2001/02 belegte der Klub den letzten Rang der 1. Liga (zweithöchste Spielklasse), was erstmals den Abstieg und Drittklassigkeit in der Vereinsgeschichte zur Folge hatte. 2003 verkaufte Kometa die Drittligalizenz an Vyškov und kaufte dem HC Senators Rosice die Zweitligalizenz ab und ist seither wieder zweitklassig. 2009 kaufte der Verein die Extraliga-Lizenz des HC Znojemští Orli und stieg damit in die erste Spielklasse auf.
Im Jahr 2017 konnte der Verein den zwölften Meistertitel der Vereinsgeschichte feiern, nach 51 Jahren ohne Titelgewinn.
Erfolge 11× Tschechoslowakischer Meister: 1955, 1956, 1957, 1958, 1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966 3× Tschechischer Meister: 2017, 2018, 2025 3× Sieger Europapokal: 1966, 1967, 1968 1× Sieger am Spengler Cup in Davos
Spielstätten Bis 1998 trug Kometa seine Heimspiele im Zimní stadion Za Lužánkami aus, das 1947 erbaut und 1963 überdacht wurde und bis zu 10.200 Zuschauern Platz bot. 1998 zog der Verein in die 1982 fertiggestellte Hala Rondo um, die über 7.700 Plätze verfügt und zwischen 2009 und 2010 umfassend saniert wurde. Seit August 2021 heißt die Halle nach dem Sponsor Winning Group Arena.
Seit dem September 2023 ist die Arena Brno, mit 12.714 Plätzen bei Eishockeyspielen (insgesamt 13.300 Plätze), im Bau und wird nach der geplanten Fertigstellung 2026 die neue Heimat des HC Kometa. Am 17. Oktober 2024 besuchten Spieler und Vertreter des Clubs die Baustelle der Arena.
Bekannte ehemalige Spieler
Saisonstatistik seit 1991 SaisonLigaHauptrundeEndrundeKapitänTrainer1991/1992 1. Liga (ČSSR) 7. Platz, Staffel West 14. Platz, Abstieg Pavel Nohel und Marek Tichý Luděk Vojáček1992/1993 1. ČNHL 1. Platz 3. Platz Marek Tichý Josef Sršeň1993/1994 1. Liga (CZ) 3. Platz 0:3 gegen den HC Slavia Prag im HalbfinaleLubomír OslizloRudolf Potsch1994/1995 1. Liga (CZ) 1. Platz 3:0 gegen den HC Havířov im Halbfinale, Aufstieg Michal Konečný Josef Beránek senior1995/1996 Extraliga 14. Platz AbstiegLadislav Trešl Jaroslav Walter, Josef Sršeň, Jaroslav Jiřík1996/1997 1. Liga (CZ) 4. Platz Ladislav Trešl und Radek HamanKarel Fraňek1997/1998 1. Liga (CZ) 11. Platz Radek HamanJosef Černý1998/1999 1. Liga (CZ) 13. Platz 2. Platz in der Relegation Radek HamanJosef Černý, Bohumil Prachař1999/2000 1. Liga (CZ) 12. Platz 12. Platz (Abstiegsrunde) Martin Mihola und Tomáš Mikolášek Lubomír Oslizlo, Vladimír Vašíček, Bohumil Prachař2000/2001 1. Liga (CZ) 14. Platz 12. Platz (Abstiegsrunde) Josef Duchoslav und Tomáš KarnýStanislav Barda, Jiří Otoupalík, Jindřich Setikovský2001/2002 1. Liga (CZ) 14. Platz 4. Platz in der Relegation, Abstieg Jiří SedláčekJosef Černý, Rudolf Krupička2002/2003 2. Liga (CZ) 3. Platz, Staffel West 0:2 gegen den HC Olomouc im Finale, Erwerb der Lizenz des HC Žďár nad Sázavou Jiří Sedláček und Zdeněk Šperger Lubomír Oslizlo, Zdeněk Balabán2003/2004 1. Liga (CZ) 14. Platz 1. Platz in der Relegation Zdeněk Šperger und Pavel NohelLubomír Oslizlo, Leoš Zajíc, Svatopluk Číhal2004/2005 1. Liga (CZ) 7. Platz 0:3 gegen den HC Ústí nad Labem im Viertelfinale Pavel Nohel und Richard Brančík Svatopluk Číhal2005/2006 1. Liga (CZ) 4. Platz 1:4 gegen den HC Havířov im ViertelfinaleRichard Brančík Svatopluk Číhal, Lubomír Oslizlo2006/2007 1. Liga (CZ) 5. Platz 0:4 gegen den KLH Chomutov im Viertelfinale Richard Brančík und Miroslav BarusLubomír Oslizlo, Rostislav Čada2007/2008 1. Liga (CZ) 2. Platz, Staffel West 3:4 gegen den BK Mladá Boleslav im Halbfinale Pavel Vostřák und Miroslav Barus Rostislav Čada, Vladimír Nadrchal, Vladimír Kýhos2008/2009 1. Liga (CZ) 2. Platz 2:4 gegen den HC Slovan Ústečtí Lvi im Finale, Erwerb der Extraligalizenz des HC Znojemští Orli Miroslav Barus und Pavel ZubíčekVladimír Kýhos2009/2010 O2 Extraliga 12. Platz 11. Platz (Play-outs) Pavel Zubíček und Kamil Brabenec bis vierten Spieltag Vladimír Kýhos, danach Pavel Pazourek bis zum 29. Spieltag, danach Vladimír Jeřábek2010/2011 Tipsport Extraliga 11. Platz 11. Platz (Play-outs) Jiří Dopita Vladimír Jeřábek und Ladislav Lubina, ab 5. Januar 2011 Ladislav Lubina und Svatopluk Číhal2011/2012 Tipsport Extraliga 8. Platz Vizemeister Petr Hubáček und Radim Bičánek Zdeněk Venera, Lubomír Oslizlo2012/2013 Tipsport Extraliga 11. Platz 11. Platz (Play-outs) Radim Bičánek Zdeněk Venera2013/2014 Tipsport Extraliga 6. Platz Vizemeister Leoš Čermák Vladimír Kýhos2014/2015 Tipsport Extraliga 3. Platz 3. Platz – 1:4 gegen den HC Verva Litvínov im Halbfinale Leoš Čermák Vladimír Kýhos2015/2016 Tipsport Extraliga 9. Platz 9. Platz – 1:3 gegen Piráti Chomutov in den Pre-Play-offs Leoš Čermák Libor Zábranský2016/2017 Tipsport Extraliga 6. Platz Meister – 4:0 gegen Bílí Tygři Liberec im Finale Leoš Čermák Libor Zábranský2017/2018 Tipsport Extraliga 5. Platz Meister – 4:1 gegen HC Oceláři Třinec im Finale Leoš Čermák Libor Zábranský2018/2019 Tipsport Extraliga 5. Platz 4. Platz – 2:4 gegen Bílí Tygři Liberec im Halbfinale Leoš Čermák Libor Zábranský
Weblinks
Offizielle Website (englisch) AK-Sport: Eishockey, FC Dynamo Berlin – Roter Stern Brno, Deutscher Fernsehfunk 13. Oktober 1963 (Video im ARD-Retro-Angebot der ARD Mediathek).
Einzelnachweise
Brno, HC Kometa Hc Kometa Brno
Kategorie:Vereinsgründung 1953