Marie Dübi-Baumann (geb. 27. September 1879 in Freimettigen; gest. 2. Oktober 1954 in Basel; heimatberechtigt in Schüpfen und Basel) war eine Schweizer Politikerin (PdA, KPS, SP).

Leben Herkunft, Bildung, Beruf Marie Baumann wuchs als Tochter eines Karrknechts auf. Sie arbeitete ab dem Alter von 15 Jahren zuerst als Dienstmädchen und als Serviertochter. Sie zog 1904 nach Basel, wo sie als Schneiderin und Zeitungsverträgerin arbeitete.

Politik Mit ihrem Umzug nach Basel trat sie in die SP und den Arbeiterinnenverein ein. Mit ihrem Mann führte sie ein Wirtshaus, das während dem Landesstreik 1918 dem Basler Streikkomitee als Treffpunkt diente. 1921 trat sie der Kommunistischen Partei bei, wo sie Mitglied der zentralen Frauenagitationskommission war und gehörte nach 1924 der nationalen Parteiführung an. Nach der Gründung der Partei der Arbeit der Schweiz 1944 wurde sie dort Mitglied, später Präsidentin der Frauengruppe. 1947 wurde sie in die Basler Kommission der Allgemeinen Armenpflege gewählt.

Sie war auch publizistisch tätig. Sie redigierte von 1950 bis 1954 für die Publikation Die Welt der Frau, wo sie vereinzelt auch kürzere Texte beisteuerte.

Persönliches 1900 heiratete sie den Mechaniker Jakob Dübi. Sie hatten drei Kinder, von denen zwei auch in der kommunistischen Bewegung tätig waren.

Ihr Sohn Franz (1908–1993) absolvierte eine Buchbinderlehre und studierte von 1928 bis 1931 an der Kommunistische Universität der nationalen Minderheiten des Westens in Moskau. Er leitete ab 1932 bis zum Verbot die Basler Jungpioniere, die Kinderorganisation der KPS. Später war er Mitgründer der PdA in Basel und dort jahrelang aktiv, unter anderem als Präsident.

Ihre Tochter Lydia (1901–1937) arbeitete ab 1924 für die Komintern unter anderem für die OMS in Paris. Sie wurde im Dezember 1937 nach einem Urteil eines Militärgerichts hingerichtet. Die genauen Gründe dafür sind unklar. Ihr Bruder Franz erfuhr erst 1957 nach einer Reise in die Sowjetunion vom Schicksal seiner Schwester.Peter Huber: Dübi Lydia. In: Le Maitron, 7. Oktober 2024, abgerufen am 22. Juni 2026.

Weblinks

Brigitte Studer: Dübi-Baumann Marie. In: Le Maitron.

Einzelnachweise

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