mini|Lage von Glenmuick, Tullich and Glengairn in Aberdeenshire Glenmuick, Tullich and Glengairn ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Tullich & Glengairn Parish of Glenmuick im Gazetteer for Scotland Hauptort des Parishes ist Ballater.
Geschichte Der Name des Parishs setzt sich aus drei Regionen zusammen, deren Namen sich wie folgt herleiten: Glenmuick leitet sich von gälisch glean muic für „Schweinetal“ ab.Glenmuick in: James Brown Johnston: Place-names of Scotland, D. Douglas, Edinburgh 1892, S. 122. (Digitalisat) Konkret bezieht es sich auf den Fluss Muick. Bei Tullich handelt es sich um eine Verschleifung des gälischen tullach („Hügelchen“), während Glengairn eine Verschleifung von gälisch glean garbh abhainn („Tal des wilden Wassers“) istThe New Statistical Account of Scotland, Band 13, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 772–786. (Digitalisat), das sich konkret auf den Fluss Gairn bezieht.
Als Pfarrkirche steht die 1800 errichtete Glengairn Parish Church zur Verfügung. Als Filialkirche wurde 1875 in Dinnet die Old Kirk errichtet, deren Nutzung im frühen 21. Jahrhundert endete. Der Weiler Tullich ist ein frühchristlicher Standort in Schottland. Der Heilige Nathalan soll dort im 7. Jahrhundert eine Kapelle errichtet haben, die mindestens bis ins frühe 15. Jahrhundert genutzt wurde.
mini|hochkant|Knock Castle Der Cairn Monandavan belegt die bronzezeitliche, möglicherweise gar die steinzeitliche Besiedlung der Region. Des Weiteren befinden sich die Souterrains Milton of Whitehouse und Braehead Farm innerhalb des Parishs. Das piktische Cross Slab von Loch Kinord war einst in Aboyne Castle aufgestellt.
Das Tower House Knock Castle wurden im 16. oder 17. Jahrhundert durch die Gordons errichtet. Es liegt heute als Ruine vor. Prinz Albert erwarb den 1715 errichteten Lairdssitz Birkhall für die britische Königin. Das 1870 errichtete Glenmuick House wurde 1947 abgebrochen und die Bezeichnung auf das vormalige Witwenhaus Brackley House übertragen. Ebenfalls gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden das heute als Hotel genutzte Cambus o’May House, Dinnet House und die ursprünglich als Jagdsitz errichtete Tullich Lodge.
Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Scotland Census 2022Glenmuick Tullich and Glencairn Parish : Total Population, visionofbritain.org.uk 1901 1781 2223 2279 2118 1984 1668 2160 2109 2299 2469 2325 2672 2157 2137 1804 1490 1822 MännerGlenmuick Tullich and Glencairn Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 857 799 1042 1085 1004 969 1048 1028 1143 1174 1092 1130 980 947 Frauen 1044 982 1181 1194 1114 1015 1112 1081 1156 1295 1233 1542 1177 1190
Von den 2325 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 1092 männlichen und 1233 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 555 Familien auf. Von den 608 verzeichneten Häusern waren 540 bewohnt.
mini|Panorama über den westlichen Parish
Lage und Beschreibung Der Parish Glenmuick, Tullich and Glengairn liegt im Südwesten der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Historisch handelte es sich um einen Grenzparish zur benachbarten Grafschaft Forfarshire, der heutigen Council Area Angus. Bezüglich der Fläche handelt es sich nach dem benachbarten Crathie and Braemar um den größten Civil Parish Aberdeenshires. In den Cairngorms gelegen, befinden sich mehrere für Großbritannien hohe Gipfel innerhalb der Parishgrenzen, darunter der 1148 Meter hohe Nebengipfel des Lochnagar, über welchen die Grenze verläuft. Innerhalb des Parish liegen außerdem der Càrn a’ Choire Bhoidheach (1110 Meter) und das Plateau White Mounth. Der Dee ist das wesentliche Gewässer in Glenmuick, Tullich and Glengairn. Er durchfließt den Parish nach Osten und nimmt die namensgebende Flüsse Muick und Gairn auf. Der Girnock Burn im Westen sowie der Dinnet Burn im Westen sind Grenzbäche. Im äußersten Südwesten des Parishs durchfließt der Muick die Seen Dubh Loch und den Loch Muick, den größten See von Glenmuick, Tullich and Glengairn. Der Dinnet Burn führt die Abflüsse aus Loch Kinord und Loch Davan.Karte der Ordnance Survey
Es stehen im Wesentlichen Granit, Gneis und Kalkstein an. Im späten 19. Jahrhundert wurde am Gairn Blei abgebaut. In den Flusstälern liegen mit Steinen durchsetzte, sandige Lehmböden vor. In höheren Lagen liegen hingegen Wälder und Weideflächen auf moorigen Böden sowie Heideflächen vor.Glenmuick, Tullich and Glengairn in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885. Lediglich das Dee-Tal ist signifikant besiedelt, darunter der Hauptort Ballater sowie der Weiler Dinnet. Benachbart sind die Parishes Aboyne and Glen Tanar, Crathie and Braemar, Logie-Coldstone und Strathdon in Aberdeenshire sowie Cortachy and Clova und Lochlee in Angus. Der Parish umfasst eine Fläche von 359,1 Quadratkilometern. Die Hauptverkehrsstraßen sind die von Perth nach Aberdeen durch das Dee-Tal führende A93, von der bei Bridge of Gairn die nach Nairn führende A939 und in Dinnet die nach Banff führende A97 abzweigen. Der Betrieb der in Ballater endenden Deeside Line wurde 1966 eingestellt.Aboyne and Braemar Railway, railscot.co.uk
Einzelnachweise
Weblinks
Records for Glenmuick, Tullich and Glengairn, scotlandspeople.gov.uk
Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire