Das Dubai Museum of Art (DUMA) ist ein geplantes Kunstmuseum in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, das auf dem Dubai Creek entstehen soll. Das Projekt wurde am 25. Oktober 2025 im Rahmen einer offiziellen Zeremonie mit Mohammed bin Raschid Al Maktum, Vizepräsident und Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate sowie Herrscher von Dubai, der Öffentlichkeit vorgestellt. Der architektonische Entwurf stammt von dem japanischen Architekten Tadao Andō, der 1995 den Pritzker-Preis erhielt.
Bis zur Ankündigung des DUMA verfügte Dubai über kein eigenständiges, öffentlich zugängliches Kunstmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst. Das Dubai Museum of Art ist laut The Art Newspaper eine private Initiative der Familie Al-Futtaim, die damit einen Beitrag zur kulturellen Infrastruktur der Stadt leisten möchte.
Am 25. Oktober 2025 präsentierte die Al-Futtaim Group das Projekt in Anwesenheit hochrangiger Persönlichkeiten, darunter Scheich Mansour bin Mohammed bin Raschid Al Maktum, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der VAE, Scheich Latifa bint Mohammed bin Raschid Al Maktum, Vorsitzende der Dubai Culture and Arts Authority, sowie Mohammed Al Gergawi, Minister für Kabinettsangelegenheiten. Bei der Veranstaltung wurden Entwurfsvisualisierungen präsentiert. Ein Fertigstellungsdatum oder den Beginn der Bauarbeiten kommunizierte man zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht.
Trägerschaft Das Museum ist ein Projekt der Al-Futtaim Group, die zu den größten Privatkonzernen der Vereinigten Arabischen Emirate gehört und in den Bereichen Automobil, Einzelhandel, Immobilien, Gesundheit, Finanzdienstleistungen und Bildung tätig ist. Forbes bezifferte das Nettovermögen der Familie Al-Futtaim im Jahr 2025 auf rund 4,9 Milliarden US-Dollar. Omar Al Futtaim, Vizevorsitzender und Geschäftsführer der Al-Futtaim Group, leitete das Projekt auf Unternehmensseite. Das Museum wird nach Angaben der Beteiligten als privatwirtschaftliche Initiative mit öffentlichem Bildungsauftrag konzipiert, ohne direkte staatliche Trägerschaft. The Art Newspaper charakterisierte das Vorhaben als philanthropischen Beitrag der Al-Futtaim-Familie an die Stadt Dubai.
Architektur Der Entwurf stammt von Tadao Ando, einem der international bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen Minimalismus in der Architektur. Ando ist bekannt für die Verwendung von Sichtbeton, präziser Geometrie und kontrollierter natürlicher Lichtführung. Er erhielt 1995 den Pritzker-Preis.
Das Gebäude soll auf einem künstlichen Steg im Dubai Creek, einem Meeresarm des Persischen Golfs, errichtet werden und über eine von Bäumen gesäumte Promenade mit dem angrenzenden Uferbereich verbunden sein. Die Erschließung der Insel erfolgt über einen Fußweg, der sich vom Uferpromenadenbereich aus ins Wasser erstreckt. Der Entwurf sieht ein fünfgeschossiges Bauwerk vor, das auf einer kreisförmigen Plattform über dem Wasser steht. Die Fassade besteht den publizierten Visualisierungen zufolge aus glatten, weißen Paneelen mit hochgezogenen, dreieckigen Öffnungen, die sich spiralförmig nach oben verjüngen. Die Gesamtform des Gebäudes ist von der historischen Bedeutung der Perle und des Meeres für das kulturelle Erbe Dubais inspiriert. Die Stadt sah ihre wirtschaftliche Frühgeschichte maßgeblich durch Perlentauchen und Seehandel geprägt.
Das Innere des Gebäudes gliedert sich in folgende Ebenen: Erdgeschoss und Untergeschoss: Eingangsbereiche erstes und zweites Obergeschoss: flexible Ausstellungsgalerien für moderne und zeitgenössische Kunst drittes Obergeschoss: Restaurant und VIP-Lounge mit raumhoher Verglasung und Panoramablick auf den Dubai Creek
Ein zentrales, zylindrisches Oberlicht (Oculus) durchzieht das Gebäude vertikal und leitet Tageslicht in die Ausstellungsräume. Laut den Entwurfsangaben spielt dieses Gestaltungselement auf den Schimmer einer Perle an. Ergänzend sind in den Galerieräumen künstliche Beleuchtungsinstallationen an Decken und Wänden vorgesehen. Das Raumprogramm umfasst außerdem eine Bibliothek, Arbeitszimmer, Veranstaltungsflächen sowie Räumlichkeiten für Kunstmessen. Ein VIP-Bereich und die entsprechende Infrastruktur für Kulturprogramme sind ebenfalls eingeplant.
Laut der Al-Futtaim Group soll das DUMA eine Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst zeigen, die die Vielfalt und den Geist Dubais widerspiegeln soll. Wie die Sammlung zusammengestellt wird, welche Werke konkret erworben oder ausgeliehen werden sollen und welche kuratorische Strategie verfolgt wird, wurde zum Zeitpunkt der Projektankündigung jedoch nicht kommuniziert. In ihrer Berichterstattung vom 29. Oktober 2025 stellte The Art Newspaper ausdrücklich fest, dass keinerlei Angaben zur Sammlungsbildung vorlagen.
Literatur Melissa Gronlund: Dubai’s first art museum to include ‘space for fairs’. In: The Art Newspaper, 29. Oktober 2025. Alina Cohen: Dubai Reveals Plans for Art Museum Designed by Star Architect Tadao Ando. In: artnet News, 29. Oktober 2025. Huda Ata: DUMA Dubai Museum of Art to Float on Water. In: Gulf News, 25. Oktober 2025. Aimee Jakes: Dubai is Getting a Floating Museum of Art – Here's What to Expect. In: Time Out Dubai, 30. Oktober 2025. Dubai Reveals Plans for First Modern and Contemporary Art Museum. In: ARTnews, 30. Oktober 2025. Tadao Ando Unveils Twisting Design for Dubai Museum of Art. In: Dezeen, 28. Oktober 2025. The Dubai Museum of Art (DUMA): The City's New Cultural and Architectural Landmark. Dubai Media Office, 26. Oktober 2025. Vladyslava Garkusha: The Dubai Museum of Art: A New Chapter in the City's Cultural Evolution. In: The Dubai Voice, 27. Oktober 2025.
Weblinks Offizielle Pressemitteilung des Dubai Media Office (englisch) Al-Futtaim Group – Unternehmens-Website (englisch) Emirates News Agency Gulf News Time Out Dubai artnet News
Einzelnachweise
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