mini|Bezirk Tiszáninnen (hellgrün markiert) im Komitat Csongrád Der Bezirk Tiszáninnen (auch Stuhlbezirk Tiszáninnen, Tiszáninneni járás) war eine ungarische Verwaltungseinheit im Komitat Csongrád. Der Bezirk Tiszáninnen lag im südwestlichen Teil des Komitats und bestand aus vier Teilen, die durch Bereiche des Bezirks der Königlichen Freistadt mit Munizipium Szeged getrennt waren. Im Norden grenzte der Bezirk an den Bezirk Csongrád, im Osten an den Bezirk Tiszántúl, den Bezirk der Munizipalstadt Hódmezővásárhely und das Komitat Csanád, im Süden an das Komitat Torontál und das Komitat Bács-Bodrog und im Westen an das Komitat Pest-Pilis-Solt-Kiskun. Die Landschaft des Bezirks war zum größten Teil eben und wasserreich, der östliche Teil geprägt durch den Fluss Theiß. Der Bezirk hatte im Jahr 1913 insgesamt 55.184 Einwohner. Der Verwaltungssitz befand sich in der Großgemeinde Kiskundorozsma. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde in Folge des Vertrags von Trianon 1920 das Gebiet im Süden um die Großgemeinde Horgos dem neu entstandenen Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen zugeordnet. Der Rest des Bezirks bestand weiter bis zur großen Komitatsreform im Jahr 1950.

Übersicht der Orte im Bezirk Tiszáninnen (Stand 1913)

OrtsnameEinwohnerzahlHäuserFläche (Katastraljoche)GroßgemeindenAlgyő 3.037 584 1.532Horgos 8.037 1.533 18.537Kiskundorozsma 17.719 3.288 32.350Kistelek 8.744 1.520 19.607Sándorfalva 4.960 961 2.261Sövényháza 6.007 725 55.572Tápé 3.808 741 7.334Bezirksnotariat PusztamérgesÖttömös 851 174 2.005Pusztamérges 2.021 380 4.238     gesamt 55.184 9.906 143.463

Literatur

Tiszáninnen