mini|Logo Die Entrepreneurs’ Organization (EO; bis 2005: Young Entrepreneurs' Organization, YEO) ist ein internationales Unternehmernetzwerk mit Sitz in Alexandria (Virginia), USA. EO richtet sich an Gründer, Eigentümer und Mehrheitsgesellschafter von Unternehmen und organisiert sich über lokale Chapter und Foren, in denen Unternehmer Erfahrungen austauschen und voneinander lernen.

Geschichte und Organisation Die Organisation wurde 1987 von Verne Harnish und weiteren Unternehmern unter dem Namen Young Entrepreneurs' Organization (YEO) gegründet. Ursprünglich richtete sie sich an Unternehmer unter 40 Jahren. In den folgenden Jahren expandierte YEO zunächst in Nordamerika und später nach Europa und Asien. 1997 wurde die World Entrepreneurs' Organization (WEO) für ehemalige YEO-Mitglieder gegründet, die die Altersgrenze überschritten hatten. Im Jahr 2005 wurden YEO und WEO unter dem gemeinsamen Namen Entrepreneurs' Organization zusammengeführt. Nach eigenen Angaben ist EO heute in rund 80 Ländern vertreten und hat knapp 20.000 Mitglieder in über 220 lokalen Chaptern.

EO ist als gemeinnützige Organisation nach US-amerikanischem Recht organisiert. Die Mitgliedschaft steht Unternehmern offen, die Gründer, Eigentümer oder Mehrheitsgesellschafter eines Unternehmens sind und mindestens eine Million US-Dollar Jahresumsatz nachweisen.Andreas Dornfelder, Miriam Schröder: Eklat um Internet-Unternehmer: Sushi auf nackter Haut Handelsblatt, 6. Mai 2015. Die Organisation gliedert sich in regionale und lokale Chapter. Diese veranstalten Treffen, Weiterbildungsangebote und Konferenzen.

Seit den 1990er Jahren ist EO in Deutschland vertreten. Heute existieren fünf Chapter in den Regionen Berlin, München, Hamburg, Rhine Ruhr und Southwest. Das Berliner Chapter bezeichnet sich als eines der größten Chapter Europas. Einige Wirtschaftsmedien berichteten über die Beteiligung von EO-Mitgliedern an Gründerwettbewerben und Mentoring-Programmen.Hall of Fame – Die Sieger des Gründerwettbewerbs Wirtschaftswoche, 28. September 2012.Katrin Terpitz: Warum Trivago Start-ups Starthilfe gibt Handelsblatt, 20. April 2028 2018.

Aktivitäten Im Zentrum von EO steht das sogenannte Forum. Dabei handelt es sich um vertrauliche Kleingruppen von Unternehmern, die sich regelmäßig treffen und Erfahrungen zu unternehmerischen und persönlichen Herausforderungen austauschen. Bereits 2003 beschrieb das Manager Magazin die lokalen Foren als Kernbestandteil der damaligen Young Entrepreneurs' Organization.Eva Buchhorn: Young Entrepreneurs' Organization – Alle für einen. Ein Unternehmernetz der Extraklasse. Manager Magazin, 21. März 2003. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete das Forum 2017 als das zentrale Element der Organisation und hob die Vertraulichkeit sowie den Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmern hervor.Valentin Dornis: Im Schwarm Süddeutsche Zeitung, 1. Januar 2017. Mehrere Forbes-Berichte beschrieben EO als Netzwerk, das neben dem geschäftlichen Austausch auch die gegenseitige Unterstützung fördere, etwa bei Themen wie Einsamkeit oder Burnout.Asia Insight: Startup Fatigue: Preventing Burnout As An Entrepreneur In China. Forbes, 10. Oktober 2017.Clate Mask: Loneliness And Entrepreneurship: How To Recognize And Combat It Forbes, 2. Juli 2021.Elaine Pofeldt: Entrepreneurs Flock To Curated Communities Seeking Friends Who Get Their Lifestyle Forbes, 15. Februar 2026.

Neben dem Forum organisiert EO internationale Konferenzen und Weiterbildungsprogramme für Unternehmer. Dazu zählen EO Accelerator, ein Programm für Unternehmer in frühen Wachstumsphasen, und die Global Student Entrepreneur Awards (GSEA). EO kooperiert mit verschiedenen Business Schools, darunter die London Business School, die Wharton School und die Harvard Business School.

Rezeption Das Manager Magazin bezeichnete die damalige Young Entrepreneurs’ Organization 2003 als eines der exklusivsten Gründernetzwerke weltweit. Forbes beschrieb EO als Peer-Learning-Netzwerk für Unternehmer, das den vertraulichen Erfahrungsaustausch und die persönliche Entwicklung seiner Mitglieder fördere.

2015 berichtete das Handelsblatt über einen Shitstorm, nachdem ein Teilnehmer explizite Fotos von einer Veranstaltung eines US-amerikanischen EO-Chapters in der Playboy Mansion in Los Angeles auf seinem Facebook-Profil veröffentlicht hatte. Der Bericht thematisierte dabei die Geschlechterkultur in Unternehmernetzwerken.

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Einzelnachweise

Kategorie:Organisation (Alexandria, Virginia) Kategorie:Gegründet 1987