mini|hochkant|Hahnemann-Denkmal (2016) Das Hahnemann-Denkmal in Leipzig ist dem Arzt und Begründer der Homöopathie Samuel Hahnemann (1755–1843) gewidmet. Es steht unter Denkmalschutz.

Standort und Gestalt Das Hahnemann-Denkmal befindet sich am nordwestlichen Rand der Leipziger Innenstadt in den Grünanlagen des Promenadenrings nahe dem Richard-Wagner-Platz.

Es zeigt Hahnemann als Bronzeskulptur in Lebensgröße, sitzend mit einem Buch auf den Knien. Die Figur ruht auf einem quadratischen Sockel aus schlesischem Marmor. Die Gesamthöhe des Denkmals beträgt über vier Meter. Auf der nach Westen gerichteten Vorderseite ist am Sockel die folgende Inschrift angebracht:

„Dem Gründer der Homöopathie Sam. Hahnemann, geb. zu Meißen d. 10. April 1755, gest. zu Paris d. 2. Juli 1843, von seinen dankbaren Schülern und Verehrern“.

Das Denkmal umschließt ein quadratischer Eisenzaun im Stil des Historismus mit einer Kantenlänge von etwa 5,5 Metern. Eine weitere niedrige Einfassung schützt die Blumenbepflanzung.

Geschichte Samuel Hahnemann lebte nach früheren kürzeren Aufenthalten von 1811 bis 1821 in Leipzig, wo er an der Universität Vorlesungen über seine neue Heilmethode hielt und eine eigene Arztpraxis betrieb, wodurch Leipzig als Wiege der Homöopathle gilt. mini|hochkant|Historischer Stahlstich In der zweiten Hälfte der 1840er Jahre beschloss der 1829 in Köthen gegründete Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte dem 1843 in Paris verstorbenen Hahnemann in Leipzig ein Denkmal zu setzen. Nach Eingang von Spenden von Anhängern der Homöopathie aus allen Teilen der Welt wurde der Entwurf der Bronzefigur bei dem in Rom tätigen Bildhauer Carl Steinhäuser (1813–1879) in Auftrag gegeben, deren Endfertigung in der galvanoplastischen Anstalt E. Braun in Leipzig erfolgte. Unter dem von der Firma Hiller & Einsiedel gefertigten Sockel wurde ein Originaldokument einer Verteidigungsschrift Hahnemanns gegen die Leipziger Apotheker eingefügt, die ihm die Herstellung von Arzneimitteln streitig machten. Die Aufstellung des Denkmals wurde vom Stadtrat für den Rand des Theaterplatzes (heute Richard-Wagner-Platz) neben dem Haus Großer Blumenberg genehmigt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 23. Mai 1851, die feierliche Einweihung, bei der der Thomanerchor eine eigens zu diesem Anlass komponierte Kantate sang, am 10. August des gleichen Jahres.

Anfang der 1940er Jahre war das Denkmal wegen des jüdischen Vornamens Hahnemanns in Gefahr, der Metallspende des deutschen Volkes für den Führer zum Opfer zu fallen, konnte aber erhalten werden.Bildlexikon Leipzig Die letzte große Restaurierung erfolgte 2003.

Weitere Hahnemann-Denkmäler Hahnemann-Denkmal in Meißen () Hahnemann-Lutze-Denkmal in Köthen () Hahnemann Memorial in Washington, D.C. () Hahnemann-Denkmal in Barcelona () Hahnemann-Grabmal auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris ()

Literatur Gina Klank: Hahnemann-Denkmal. In: Markus Cottin, Gina Klank, Karl-Heinz Kretzschmar, Dieter Kürschner, Ilona Petzold: Leipziger Denkmale. Sax-Verlag Beucha 1998, ISBN 3-930076-71-3, Band 1, S. 29–30.

Weblinks

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Einzelnachweise

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