Anisplätzchen sind kleine runde feine Backwaren mit süß-aromatischem Anisgeschmack. Sie werden meist in der Vorweihnachtszeit angeboten.
Die Oberfläche der Gebäcke ist fest mit einer ungebräunten Kappe. Die Form kann als pilzförmig beschrieben werden, da fachgerechte Anisplätzchen einen „Fuß“ haben.
Anisplätzchen werden aus einer schweren mit Anissamen oder Anisöl aromatisierten Biskuitmasse aus Vollei, Zucker und Weizenmehl zu gleichen Teilen hergestellt, meistens warm aufgeschlagen, die mithilfe einer Lochtülle als Tupfen aufdressiert wird. Vor dem Backen lässt man die Plätzchen so lange abtrocknen, bis sie eine „feste Haut“ haben. Die Krumenbeschaffenheit hat eine dichte Porung.
Rezepte für Anisplätzchen sind in deutschsprachigen Kochbüchern des 19. Jahrhunderts nachweisbar; so befand beispielsweise die Kochbuchautorin Henriette Davidis sie als „auch zum Weihnachtsbaum“ passend und übersetzte die Bezeichnung ins Englische mit „anise wafers“.
Einzelnachweise
Kategorie:Feine Backware