mini|Pekka Pöyry (1967) Pekka Pöyry (* 10. Dezember 1939 in Pori; † 4. August 1980 in Helsinki) war ein finnischer Jazzmusiker (Alt- und Sopransaxophon, Flöte).

Leben und Wirken Pöyry, dessen Mutter die diplomierte Pianistin und Architektin Marja Pöyry war, sein Vater der Architekt Olli Pöyry (1912–1973),Otavan Suuri Ensyklopedia 12, S. 9142. Helsinki 1983. ISBN=951-1-07198-X lernte zunächst Violine und Klarinette. Bereits als Schüler kam er zum Jazz und spielte seitdem hauptsächlich Saxophon. Er studierte zunächst Rechtswissenschaften.

Nach dem Abschluss seines Jura-Studiums 1966 beschloss Pöyry, Berufsmusiker zu werden. Im selben Jahr wurde er als finnischer Repräsentant zum Jazz-Konzert der Europäischen Rundfunkunion nach London eingeladen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sein eigenes Quartett mit dem Pianisten Eero Ojanen, dem Bassisten Teppo Hauta-aho und dem Schlagzeuger Reino Laine, das 1966 beim Pori Jazzfestival auftrat und die norwegisch-finnische Sängerin Pia Skaar begleitete. Im Mai 1967 trat dieses Quintett beim Tallinn Jazz Festival auf. 1969 gewann er mit seinem Quartett beim Montreux Jazz Festival 1969. Zudem verfasste er Jazzkritiken für die Zeitschrift Rytmi und die Tageszeitung Helsingin Sanomat.

Pöyry gehörte von 1970 bis 1974 zur Prog-Rock/Jazzrock-Band Tasavallan Presidentti, mit der er auch in Großbritannien tourte. Er spielte auch mit Wigwam und mit M.A. Numminen.

1975 tourte Pöyry mit dem North Jazz Quintet durch Nordeuropa und schloss sich später dem Orchester von Heikki Sarmanto an, aus der dann das UMO Jazz Orchestra entstand, mit dem er 1976 beim Jazzfestival Ljubljana auftrat. Außerdem trat er mit anderen Bands in Polen, der Tschechoslowakei, Kuba, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten auf. Ende der 1970er Jahre spielte er unter anderem in den Bands Taurus, Middle-Earth Band und Conjunto Baron.

Pöyry spielte sein letztes Konzert am 3. August 1980 mit der Middle-Earth Band. Er litt an einer bipolaren Störung und suchte den Freitod.

Diskographische Hinweise Jukka Tolosen Tolonen! (1971) Eero Koivistoisen The Original Sin (1971) Pekka Pohjolan Pihkasilmä kaarnakorva (1972) Carita Holmströmin We Are What We Do (1973) Mike Koskisen Sunwebs (1975) Heikki Sarmannon New Hope Jazz Mass (1978) UMO: Umophilos (RCA 1979) Happy Peter (Leo Records 1984, Kompilation)

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Einzelnachweise

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