mini|Centre international d'art et du paysage de l'île de Vassivière Das Centre international d'art et du paysage de l'île de Vassivière (CIAPV) ist ein Zentrum für Zeitgenössische Kunst auf der Île de Vassivière im Naturpark Millevaches en Limousin in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine. Es ist bekannt für das von Aldo Rossi und Xavier Fabre entworfene Gebäude sowie für die Freiluftausstellung von Skulpturen. Das CIAPV befindet sich im Besitz der Region Nouvelle-Aquitaine, die im Jahr 2016 aus der Fusion der ehemaligen Regionen Aquitaine, Limousin und Poitou-Charentes hervorgegangen ist.

Lage mini|L'île de Balkis von Yona Friedman, Licorne de Vassivière (Das Einhorn von Vassivière) Das Centre international d'art et du paysage de l'île de Vassivière befindet sich auf der Île de Vassivière, die den Mittelpunkt des westlichen Teils des Lac de Vassivière bildet. Dieser künstliche See ist durch einen Staudamm am Fluss Maulde entstanden. Die 0,7 km² große Insel erstreckt sich in der Region Limousin über die Gemeinden Beaumont-du-Lac (Département Haute-Vienne) und Royère-de-Vassivière (Département Creuse). Sie ist über eine Fußgängerbrücke mit dem Südufer des Sees nahe Beaumont-du-Lac verbunden.

Geschichte Die Freiluft-Sammlung wurde 1983 von einer Gruppe Kunstliebhaber und Künstler aus der Region initiiert. Die ursprüngliche Initiative trug den Namen L'île aux pierres und war dem Verein LAC & S (Limousin Art Contemporain et Sculptures) angegliedert. Ab 1985 begann man damit, ein Freiluftmuseum für Skulpturen aufzubauen. Das Kunstzentrum wurde 1989 gegründet, seine Gebäude wurden 1991 nach Plänen des italienischen Architekten Aldo Rossi errichtet. Die Gesamtbauleitung übernahm der Architekt Xavier Fabre. Im Jahr 2005 erhielt die Institution ihren heutigen Namen Centre international d'art et du paysage de l'île de Vassivière.

Entwicklung In den ersten 25 Jahren seines Bestehens vergab das Zentrum 50 Aufträge für Werke im öffentlichen Raum, produzierte 100 Ausstellungen, zeigte 1500 Werke und begleitete 300 Künstler. Seit 2012 bietet das CIAPV Artists-in-Residence Programme im historischen Schloss der Insel an. Das Schlossgebäude wurde 2012 von den Architekturbüros Berger & Berger und BuildingBuilding renoviert. Es verfügt über drei voll ausgestattete Apartments für Künstler.

Sammlung Bois de sculptures (Skulpturenwald): Die Freiluftsammlung umfasst rund 60 Werke, die kostenlos und dauerhaft zugänglich sind. Der Skulpturenwald spiegelt die wichtigsten Strömungen der zeitgenössischen Skulptur wider. Die Werke – teils monumental, teils kleinformatig, teils dauerhaft, teils temporär – verteilen sich zwischen Wald, Wiesen und den Ufern des Sees. Zu den Künstlern, die im CIAPV ausgestellt haben oder vertreten sind, zählen unter anderem Évariste Richer, Adel Abdessemed, Cyprien Gaillard, Huang Yong Ping, Fabrice Hyber, Koo Jeong-A, Claude Lévêque, Andy Goldsworthy, Michelangelo Pistoletto und Ian Kiaer.

Artist-in-Residence-Programm Das im Jahr 2012 eingerichtete Artist-in-Residence-Programm richtet sich an Künstler und Forscher, die Projekte mit Bezug zur Landschaft und Geschichte der Region entwickeln möchten. Die Stipendien sind in viermonatige Abschnitte, sogenannte Saisons, gegliedert. Pro Saison werden drei Residenten aufgenommen, die nach Wunsch zusammenarbeiten können. Die Teilnehmer werden durch Einladung sowie durch regelmäßige thematische Ausschreibungen ausgewählt.

Weblinks

Website der Institution Das internationale Zentrum für Kunst und Landschaft

Einzelnachweise

Kategorie:Zeitgenössische Kunst Kategorie:Aldo Rossi Kategorie:Gegründet 1989 Kategorie:Kunst im öffentlichen Raum