mini|Edward Pakenham, 6. Earl of Longford Edward Arthur Henry Pakenham, 6. Earl of Longford (auch: Éamon de Longphort, * 29. Dezember 1902 in London; † 5. Februar 1961 in Dublin) war ein britisch-irischer Dramatiker und Politiker. Er war von November 1946 bis April 1948 Mitglied des Seanad Éireann, des Oberhauses des irischen Parlaments (Oireachtas).
Leben Edward Pakenham war der älteste Sohn des Brigadegenerals Thomas Pakenham, 5. Earl of Longford, aus dessen Ehe mit Mary Child-Villiers, einer Tochter des Politikers Victor Child-Villiers, 7. Earl of Jersey. Edward besuchte das Eton College und studierte am Christ Church College der Universität Oxford. Schul- und Studienzeit 1915 erbte er beim Tod seines Vaters, der bei Gallipoli gefallen war, dessen irische Adelstitel als 6. Earl of Longford und 7. Baron Longford, sowie dessen britischen Adelstitel als 5. Baron Silchester. Mit letzterem war unmittelbar ein Sitz im britischen House of Lords verbunden. Während seiner Schuljahre in Eton wurde er von dem Osteraufstand 1916 beeindruckt zu einem irischen Nationalisten. Das machte ihn zu einem Außenseiter unter seinen Schul- und Studienkameraden. Theater Er wurde 1930 Vorstand im Dubliner Gate Theatre und blieb dort bis 1936. Er schrieb zahlreiche eigene Bühnenstücke und übersetzte Dramen aus dem Altgriechischen wie Agamemnon oder König Oedipus und aus dem Französischen wie Tartuffe oder Der eingebildete Kranke.
Politik Politisch aktiv wurde Pakenham erst mit seiner Nominierung im November 1946 für den 5. Seanad Éireann durch Taoiseach Éamon de Valera. Er wurde aufgrund der Vakanz des Sitzes von William Magennis nachnominiert. Für den 6. Seanad 1948 wurde er nicht erneut nominiert.
Familie Edward Pakenham war mit Christine Trew (1900–1980) verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Gemeinsam mit seiner Frau Christine gestaltete er den Familiensitz Pakenham Hall um und versammelte dort regelmäßig Intellektuelle aus dem Oxforder Umfeld. Als Pakenham im Alter von 58 Jahren starb, gingen seine Titel auf seinen jüngeren Bruder Frank Pakenham, 7. Earl of Longford über.
Werke Edward Longford mit Christine Longford (Übersetzer): Aischylos: The Oresteia of Aischylos. Hodges & Figgis, Dublin, und B. H. Blackwell, Oxford 1933. Yahoo; a Tragedy in Three Acts. Hodges & Figgs, Dublin 1934. Ascendancy, a Drama of 19th-Century Ireland, in Three Acts. Hodges & Figgis, Dublin 1935. Armlet of Jade. Hodges & Figgis, Dublin 1935. The Vineyard, Being the Story of Elijah, Ahab, and Jezebel, a Drama in Three Acts. Hodges & Figgis, Dublin 1943. Poems from the Irish. Hodges & Figgis, Dublin 1944. More Poems from the Irish. Hodges & Figgis, Dublin 1945. The Dove in the Castle: a Collection of Poems from the Irish. Hodges & Figgis, Dublin, und B.H. Blackwell, Oxford 1946. als Übersetzer: Molière: The School for Wives. Hodges & Figgis, Dublin 1948.
Literatur John Cowell: No Profit but the Name: The Longfords and the Gate Theatre O’Brien Press, Dublin 1997.
Weblinks
Eintrag auf der Seite des Oireachtas
Longford, Earl of (I, 1785) bei Cracroft’s Peerage
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