Wahre Freundschaft soll nicht wanken ist ein deutsches Volkslied. Es entstand Mitte des 18. Jahrhunderts in Franken oder Schlesien. Der ursprüngliche Verfasser von Text und Melodie ist unbekannt. Franz Magnus Böhme vermerkte das Lied unter dem Titel Mädchentreue. Bereits im 19. Jahrhundert war das Lied in zahlreichen Liederbüchern enthalten und im gesamten deutschen Sprachraum verbreitet.
1842 veröffentlichten Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter das Lied in ihrer Sammlung Schlesische Volkslieder mit Melodien.Digitalisat Gottfried Wilhelm Fink veröffentlichte 1843 eine Version des Liedes in seinem Musikalischen Hausschatz der Deutschen (Nr. 876) und Franz Wilhelm von Ditfurth nahm es 1855 in seine Liedersammlung Fränkische Volkslieder (Band 2, Nr. 107, S. 86) auf.
Heutzutage wird das Lied vor allem auf Versammlungen der Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen gesungen.
Die Melodie des Liedes wurde später auch für das Pfadfinderlied Hohe Tannen weisen die Sterne verwendet.
Text mini|Melodie Wahre Freundschaft soll nicht wanken, wenn man gleich entfernet ist, lebet fort noch in Gedanken und der Treue nicht vergißt.
Keine Ader soll mir schlagen wo ich nicht an dich gedacht; für dich werd ich Liebe tragen bis in tiefe Todesnacht.
Wenn der Mühlstein traget Reben, und daraus fließt süßer Wein, wenn der Tod mir nimmt das Leben, hör ich auf dein Freund zu sein.
Jetzo schlägt die Trennungsstunde, reißt gewaltsam mich von dir; es schlägt zu früh die Scheidestunde, ach, ich fand mein Glück in dir!
So nimm denn hin vom blassen Munde den Abschiedskuß, der weinend spricht, und denk an diese Trennungsstunde, oh einz'ger Freund, vergiß mein nicht!
Im Stillen werd ich Tränen weinen und träumend dir zur Seite stehn, und seh ich Gottes Sonne scheinen werd ich für dich um Segen flehn.
Weblinks volksliederarchiv.de deutschland-lese.de volksliedsammlung.de
Einzelnachweise
Kategorie:Volkslied Kategorie:Lied (18. Jahrhundert) Kategorie:Musik (Schlesien)