Karl-Schacht ist eine Streusiedlung in der Weststeiermark in der Gemeinde Rosental an der Kainach im Bezirk Voitsberg in der Steiermark.
Lage und Geographie Karl-Schacht liegt im westlichen Teil der Gemeinde Rosental an der Kainach, südwestlich des Ortszentrums. Der Ort liegt an den Hängen des Betenmacherkogels und ist von den Resten des ehemaligen Tagebaus Karlschacht umgeben.
Die Packer Straße (B 70), die Köflach mit Rosental an der Kainach verbindet, verläuft mehrere hundert Meter nordöstlich von Karl-Schacht.
Geschichte Aus dem Gebiet des heutigen Ortes Karl-Schacht gibt es mehrere aus der Latènezeit stammende Einzelfunde, die auf eine frühe Besiedlung der Gegend schließen lassen. In dem Gebiet wurde 1859 mit dem von Franz von Meran betriebenen Josef-Otto-Bau erstmals mit dem unterirdischen Abbau von Braunkohle begonnen. Im Jahr 1914 ging die Förderanlage Karlschacht I der ÖMAG bei Rosental in Betrieb der 1921 die Förderanlage Karlschacht II bei Obergraden folgte. Karlschacht I brach 1930 zusammen. Karlschacht II wurde 1943 Teil des Tagbau Süd, in dem ab 1952 der Abbau vollmechanisch erfolgte. Die erhaltenen obertägigen Bauten des Karlschachtes wurden 1956 abgetragen und die darunter liegene Kohle wurde im Tagbau abgebaut. Durch einen Erdrutsch am 14. Dezember 1969 wurde der Tagbau beim Karlschacht I vollständig vernichtet, so das der Abbau eingestellt wurde. Ab 1979 wurde das ehemalige Tagbaugelände verkippt, also mit Material aufgefüllt. Von 1981/82 bis 1986 wurde auch das Tagbaugelände des Georgischachts im Karlschacht II verkippt. Der Bergbau Karlschacht III wurde 1990 geschlossen, nachdem es am 6. Juli 1990 die letzte Förderung gab.
Da es ab den 1980er-Jahren zu einen Niedergang des Bergbaues beim heutigen Ort Karl-Schacht kam, wurde mit dem Bau von Wohnhäusern beim ehemaligen Bergbaugelände begonnen. Der Name der alten Förderanlage war dabei Namensgeber für den so entstandenen Ort.
Wirtschaft und Infrastruktur Karl-Schacht ist ein von der ehemaligen Bergbautätigkeit in der Umgebung geprägter Siedlungsort. Der Abbau Braunkohle, zuletzt auch im Tagebau, war von 1859 bis in die späten 1980er-Jahre hinein von größter wirtschaftlicher Bedeutung.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Das Bergbaumuseum Karl-Schacht Im ehemaligen und mittlerweile denkmalgeschützten Karlschacht-Mannschaftsbad () wurde 2010 ein Bergbaumuseum eröffnet. Dieses vermittelt auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern die Geschichte des Bergbaues in der Region und zeigt Geräte sowie Maschinen.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Rosental an der Kainach) Kategorie:Ort im Bezirk Voitsberg Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)