Die Stanton auch USS Stanton (Kennung: DE-247) war ein Geleitzerstörer der Edsall-Klasse der United States Navy, der von 1943 bis 1947 in Dienst stand.
Geschichte Die Kiellegung erfolgte am 7. Dezember 1942 bei Brown Shipbuilding & Co. in Houston, die Indienststellung folgte am 7. August 1943. Die Geldmittel für den Bau wurde durch Mrs William S. Burell gespendet.
Am 29. August 1943 lief die Stanton nach San Juan, um dort mit anderen Geleitzerstörern Seeerprobungen durchzuführen. Nach diesen lief das Schiff am 18. Oktober über New York nach Trinidad und Guantanamo Bay, wo es der Escort Division 3 unterstellt wurde.
Atlantikeskorten Am 25. November 1943 eskortierte die Stanton zusammen mit der Task Force 64 den Konvoi UGS-25 ins Mittelmeer. Dieser erreichte Casablanca am 13. Dezember. Dort wurde der Konvoi GUS-24 mit Ziel New York entgegengenommen, dieser erreichte am 3. Januar 1944 seinen Zielhafen.
Es folgten weitere Konvoifahrten nach Nordafrika und zurück. Während der Eskorte von UGS-37 mit 60 Schiffen von Norfolk nach Bizerte war sie das Flaggschiff der Task Force 65. Dort wurde der Konvoi vor Algerien am 11. April 1944 durch die Luftwaffe mit ungefähr zwei Dutzend Flugzeugen der Typen Do-271 und Ju-88 angegriffen. Während des Angriffs wurde die USS Holder torpediert, allerdings nicht versenkt. Der Konvoi erreichte Bizerte am 12. April 1944, von dort wurde der Konvoi GUS-37 zurück nach New York eskortiert.
In New York angekommen war die Stanton bis Anfang Mai 1944 im Trockendock, anschließend durchlief sie mehrere Übungen und verlegte nach Hampton Roads, wo sie am 30. Mai ankam. Dort wurde sie der Escort Division 13 unterstellt und eskortierte den Konvoi UGS-44 nach Bizerte. Am 22. Juni eskortierte sie den Konvoi GUS-44 zurück nach New York.
Dort angekommen wurde sie der 6. Atlantikflotte unterstellt und nahm an Übungen in der Casco-Bucht teil. Ab dem 30. Juli eskortierte sie den Konvoi UGS-51 nach Norfolk. Anschließend wurde sie in die Boston Navy Yard für Verbesserungen und Modernisierungen beordert. Diese waren Mitte Oktober 1944 beendet, es folgten Seeerprobungen sowie Übungen in Bermuda.
Am 5. November 1944 lief sie in Port Royal Bay ein, dort wurde sie Teil des Geleitschutzes der USS Croatan und lief am 13. November in New York ein. Ende Dezember führte die Escort Division 13 Übungen in der Guantanamo Bay durch. Nach erfolgreicher Durchführung der Übungen lief die Stanton am 4. Februar in das Naval Amunition Depot in Earl, dort wurde Munition geladen. Anschließend wurden erneut Übungen mit der USS Croatan durchgeführt. Ab der letzten Woche im März 1945 nahm die Escort Division 13 ihre Rolle in der U-Boot-Jagd im Nordatlantik zwischen Neufundland und den Britische Inseln auf.
U-Boot-Jagd U 1235 Am 15. April 1945 wurde U 1235 durch Radarkontakt geortet, das U-Boot tauchte daraufhin, worauf es erneut durch ASDIC geortet wurde. Die Stanton griff das Boot mit Hedgehogs an, mehrere Explosionen folgten. Die USS Frost schloss sich der Stanton an. Nach einem weiteren Angriff war eine starke Unterwasserdetonation zu vernehmen. Die gesamte 57-köpfige Besatzung starb dabei.
U 880 Kurz nach der Versenkung von U 1235 wurde ein weiterer Radarkontakt ausgemacht. Durch schlechte Sichtverhältnisse konnte das noch überwasser fahrende U 880 visuell nicht aufgeklärt werden. Erst nach dem Einsatz von Leuchtgranaten konnte das U-Boot erfasst werden und wurde mit Bordartillerie bekämpft. Anschließend wurden Hedgehogs gegen das tauchende Boot eingesetzt, welche vermutlich die an Bord gelagerten Torpedos entzündeten. Eine starke Unterwasserexplosion erfolgte, Diesel und Betriebsmittel bildeten einen Ölteppich an der Oberfläche. Die gesamte 49-köpfige Besatzung starb dabei.
Nachkriegsaktivität Im Februar 1946 nahm die Stanton an den Atombombentests im Bikini-Atoll teil, später wurde sie nach Norfolk verlegt und der Atlantik-Reserveflotte unterstellt. Dort diente sie unter anderem als schwimmender Generator für Marineeinrichtungen der Escort Division 36 von Januar 1946 bis Juni 1947.
Verbleib Am 1. Dezember 1970 wurde sie aus dem Schiffsregister gestrichen und im selben Monat bei einer Flottenübung als Zielschiff versenkt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Edsall-Klasse Kategorie:Schiff im Zweiten Weltkrieg