Bukola Oyebode-Westerhuis, auch Bukola Oyebode, ist eine nigerianische Kunstautorin, Herausgeberin, Kuratorin und Verlegerin im Feld der zeitgenössischen Kunst aus Afrika und der afrikanischen Diaspora. Sie wurde als Gründerin und leitende Redakteurin von The Sole Adventurer und das TSA Art Magazine sowie durch ihre Aufnahme in die Liste Apollo 40 Under 40 Africa im Jahr 2020 bekannt.

Leben Oyebode wurde in Lagos geboren und studierte englische Sprache und Literatur an der Lagos State University. Vor der Gründung von The Sole Adventurer arbeitete sie zeitweise in einer kommerziellen Galerie in Lagos und war seit 2011 in Fernseh-, Print- und Internet-Medien tätig. Ihre Arbeit entwickelte sich vom Kunstjournalismus zu Kurator-, Publizistik- und Mentortätigkeiten in internationalen Kontexten.

Wirken Oyebode gründete 2015 The Sole Adventurer, das zunächst als Blog über zeitgenössische nigerianische Kunst begann und 2018 zu einem Internet- und Printmagazin über Kunst aus Afrika und der Diaspora ausgebaut wurde. Zu ihren Projekten gehörten anfangs das Art Forum Africa in den Jahren 2015 und 2016, die TSA Art Writing Masterclass sowie 2017 die Gastredaktion einer Sonderausgabe von Intense Art Magazine über Frauen in der Kunst Nigerias. Sie trat auch als Moderatorin auf Veranstaltungen im nigerianischen Kunst- und Kulturbereich in Erscheinung. 2020 zählte Apollo Magazine sie in der Kategorie Thinkers zu Apollo 40 Under 40 Africa, einer Auswahl von vierzig Personen, deren Arbeit die Vitalität und Vielfalt der zeitgenössischen afrikanischen Kunst sichtbar mache. Sie ist mittlerweile in Amsterdam ansässig. 2025 kuratierte sie mit Marta Kowalewska die 18. Internationale Triennale der Textilkunst in Łódź unter dem Titel Deconstruction/Reconstruction, die im Herbst 2025 im Centralne Muzeum Włókiennictwa eröffnet wurde und bis Ende April 2026 lief. Die Triennale verstand das Museum als weltweit größtes und ältestes Ereignis zur zeitgenössischen Textilkunst und als Jubiläumsausgabe zum fünfzigjährigen Bestehen des internationalen Formats. Parallel dazu kuratierte sie im Rahmen der Triennale die Ausstellung Rhizomatic Portals: Ways of Knowing mit einer generationenübergreifenden Auswahl von Frauen der afrikischen Kunst und der Diaspora. 2025 kuratierte sie überdies am Centre for Contemporary Art in Lagos das Satellitenprojekt Wind Chimes, Gongs and Bells. For whom is this call? für The Listening Biennial, das vom Ende August bis Anfang Oktober 2025 mit Arbeiten von sechs Künstlern aus verschiedenen Ländern stattfand. Die Ausstellung war Teil der globalen Listening Biennial 2025 und nutzte die Medien Klang, interaktive Installation, Video und Performance. In ihren neueren editorischen Projekten arbeitete Oyebode-Westerhuis unter anderem an Collector’s Series: Artists & Cities, an der Monografie tracings of time and place über Ngozi Ajah Schommers, an Okhiogbe Omonblanks Omonhinmins Kids from the River und als Teil des BB Collective an Together as to Gather für MOMENTUM 12 in Norwegen. Ihre kuratorische und publizistische Arbeit umfasst die Dokumentation afrikanischer Kunst, Archivarbeit, multisensorische Ausstellungsformen, nichtverbale Kommunikation und sozial-kulturelle Repräsentation.

Einzelnachweise

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