Munio Viegas (manchmal auch Monio oder Moninho bezeichnet) mit dem Beinamen o Gasco (* um 950; † 1022 in Vila Boa do Bispo, heute Teil der Gemeinde Marco de Canaveses) war ein portugiesischer Adliger und gehörte an der Wende vom 10. zum 11. Jahrhundert zu den Ersten, der mit Hilfe seiner Brüder die Mauren unter Almansor im Norden Portugals bekämpfte. Dabei eroberte er den westlichen Teil des Tals des Duero und die Stadt Porto. Er gründete das Kloster von Vila Boa do Bispo, wo er auch begraben liegt.
Die Herkunft seiner Familie Munio Viegas war der Sohn von Egas Erotis, Herr von Oís und Eixo, der unter dem Druck Almansors von seinen Besitzungen weiter nach Norden geflohen war, und der angebliche Begründer der Linie Ribadouro (oder Gascão), die ihren Ursprung in der Gascogne haben soll. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass Munio Viegas Portugiese war, denn eine Schenkungsurkunde seines Sohnes Garcia Moniz aus dem Jahr 1068 an den König von Galicien nimmt Bezug auf Güter, die Garcia von seinen Großeltern, also den Eltern von Munio, ererbt habe. Wahrscheinlich stammte er aus einem Ort namens Gasconha (oder Casconha) in der heutigen Gemeinde Paredes etwa 15 km östlich von Porto. Die christlichen Söldner, die er angeworben hatte, können allerdings durchaus von soweit östlich wie der Gascogne gekommen sein. Auch sein Familienname Viegas deutet auf eine portugiesische Abstammung hin.
Biografie Alte Dokumente berichten, dass im Jahr 999, das durch den Tod Bermudo II. und der Übernahme der Regentschaft durch Graf Mendo Gonçalves von Portugal für den jungen König Alfons V. ein Jahr des Umbruchs im Königreich León war, an der Mündung des Duero eine Landung christlicher Truppen stattfand, die Munio Viegas befehligte. Unter den Kämpfern war auch sein Bruder, Sisnando Viegas, der von 1026 bis 1040 Bischof von Porto wurde. Es ist bekannt, dass Munio Güter in den heutigen Gemeinden Marco de Canaveses, Baião, Cinfães, Castelo de Paiva, Penafiel und Arouca besaß, wobei man weiß, dass er in einigen davon die Autorität eines Vikars des Königs von León ausübte.
Die Gründung von Klöstern Kurz vor dem Jahr 1008 soll er seinem Sohn Garcia Moniz die Stadt Travanca geschenkt haben, ohne die Verpflichtung, die Herrschaft mit seinem Bruder Egas Moniz zu teilen, dafür aber mit der Verpflichtung, dort ein Kloster zu errichten, das er auch im Jahr 1008 gegründet haben soll.
Sein Sohn war aber nicht der einzige Verwandte, der ein Kloster gründete, denn zwischen 1010 und 1022 gründete Munio Viegas zusammen mit seinem Bruder Sisnando, dem späteren Bischof von Porto, das Kloster von Vila Boa do Bispo. In der Nähe des Klosters soll Munio sogar eine muslimische Streitmacht besiegt haben, nachdem er ein Gelübde zur Gründung abgelegt hatte. Das Gebiet, in dem das Kloster Vila Boa do Bispo errichtet wurde, bot günstige Bedingungen für das klösterliche Leben, da es hügelig war und daher von Pilgern und anderen Reisenden kaum frequentiert wurde. Es war zum Zeitpunkt der Gründung erst kürzlich urbar gemacht und von einer Bevölkerung besiedelt worden, die sich schließlich fest in der Gegend verwurzelte. Munio wurde nach seinem Tod im Kreuzgang des Klosters begraben. Auch Sisnando Viegas soll hier 1035 beigesetzt worden sein, was den o. g. Daten seines Episkopats in Porto widersprechen würde. In den folgenden Jahrhunderten waren Kloster und Ort mit verschiedenen Nachkommen Munios verbunden, die Grundbesitz in Vila Boa do Bispo bzw. auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde besaßen. Es gibt auch Berichte darüber, dass mehrere Mitglieder der Familie, beginnend mit Munios ältestem Sohn Egas, diesem Kloster Vermögenswerte gestiftet haben. Am 12. Februar 1141 erhielt das Kloster von König Afonso Henriques eine Urkunde über die Gewährung eines Waldschutzgebiets.
Tod und Hinterlassenschaft Es ist nicht genau bekannt, wie Munio Viegas starb, und es ist nicht ausgeschlossen, dass er im Kampf fiel. Das wahrscheinlichste Todesjahr ist 1022, da er in den von ihm gegründeten Kloster in Vila Boa do Bispo beigesetzt wurde. Hier wurde später ein Grab mit einer ihn identifizierenden Inschrift entdeckt, welche dieses Jahr als sein Todesjahr angibt.
Heirat und Nachkommenschaft Der Name der Ehefrau von Munio Viegas ist in den Chroniken nicht festgehalten worden. Aber er hatte folgende Nachkommen:
Egas Moniz de Ribadouro, ältester Sohn und Herr von Ribadouro, verheiratet mit Toda Ermiges, Tochter von Ermígio Aboazar und Vivili Turtezendes. Garcia Moniz de Ribadouro, Gründer des Klosters von Travanca, verheiratet mit einer gewissen Elvira Gomes Moniz de Ribadouro Godo Moniz de Ribadouro Fromarico Moniz de Ribadouro
Einzelnachweise
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