mini|alt=Schwarzweißporträt|Jean Gounot (1928) Jean Honoré Gounot (* 9. April 1894 in Nevers; † 16. Januar 1978 in Villeneuve-Saint-Georges) war ein französischer Kunstturner. Bei Olympischen Spielen gewann er zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. Bei Weltmeisterschaften erturnte er einmal Silber und zweimal Bronze.

Karriere Jean Gounot turnte für Indépendante de Thiers.

Bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen trat Gounot nur im Einzel-Mehrkampf an. Es siegte der Italiener Giorgio Zampori vor den beiden Franzosen Marco Torrès und Jean Gounot. Gounot lag 0,9 Punkte hinter Zampori und 1,2 Punkte vor dem viertplatzierten Belgier Félicien Kempeneers. Neben dem Einzelmehrkampf wurden drei verschiedene Mannschaftswertungen ausgetragen, an denen Gounot aber, im Gegensatz zu Zampori, nicht teilnahm.

1922 bei den Weltmeisterschaften in Ljubljana wurden fast alle Medaillen von Turnern aus der Tschechoslowakei und aus Jugoslawien erkämpft. Die einzige Medaille in ein anderes Land war die Bronzemedaille für die französische Mannschaft, in der auch Torrès und Gounot mitwirkten.Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften bei sport-komplett.de

Zwei Jahre später bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris gewannen die Italiener die Mannschaftswertung vor den Franzosen und den Schweizern, die Jugoslawen wurden nur Vierte und die tschechoslowakischen Weltmeister kamen nach Ausfällen nicht in die Wertung. Im Einzel-Mehrkampf siegte ein Jugoslawe vor zwei Tschechoslowaken. Gounot erreichte als bester Turner seiner Mannschaft den achten Platz. Zusätzlich wurden sieben Entscheidungen an den Geräten ausgetragen. Gounot wurde Sechster am Reck und im Tauklettern. Im Sprung über das Seitpferd gingen alle Medaillen an Franzosen. Albert Séguin ersprang die Goldmedaille, dahinter erhielten François Gangloff und Jean Gounot bei gleicher Punktzahl beide eine Silbermedaille.

Bei den Weltmeisterschaften 1926 in Lyon gingen wie 1922 fast alle Medaillen an Tschechoslowaken und Jugoslawen. Nur die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb blieb für die Franzosen, wobei nur Gangloff und Gounot auch zwei Jahre zuvor zur französischen Riege bei den Olympischen Spielen gehört hatten.

1928 bei den Olympischen Spielen in Amsterdam belegte die französische Mannschaft den vierten Platz hinter Schweizern, Tschechoslowaken und Jugoslawen. Gounot war der einzige verbliebene französische Turner aus der Olympiariege von 1924. Armand Solbach und Alfred Krauss waren 1926 Mitglieder der Weltmeisterschaftsmannschaft. Im Einzel-Mehrkampf belegte Gounot den 39. Platz. Sein bestes Ergebnis an den Geräten war der 14. Platz am Reck.

1930 bei den Weltmeisterschaften in Luxemburg siegte die tschechoslowakische Mannschaft vor den Franzosen und den Jugoslawen. Gounot, Krauss und Solbach waren bereits vier Jahre zuvor Mitglieder der französischen Riege, Georges Leroux war seit 1928 dabei.

Gounot war im Ersten Weltkrieg an der Schlacht von Gallipoli beteiligt. Nach dem Krieg arbeitete er als Werkzeugmacher und als Turnlehrer. 1968 beteiligte sich Gounot am Fackellauf für die Olympischen Winterspiele in Grenoble.Angaben nach Olympedia

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Turner (Frankreich) Kategorie:Olympiateilnehmer (Frankreich) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1920 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1924 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1928 Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1978 Kategorie:Mann