Stilleben – Eine Reise zu den Dingen ist ein essayistischer Dokumentarkurzfilm von Helke Misselwitz von 1984.

Inhalt Der Film zeigt historische Gemälde aus der großen Ausstellung Das Stilleben und sein Gegenstand, die 1983 in Dresden stattfand. Den Rahmen des Films bildet eine Zugfahrt durch eine winterliche Landschaft mit Reflexionen über das Leben, Textzitaten und Musikstücken.

Gemälde Die meisten dargestellten Werke waren Vanitas-Stillleben seit dem 17. Jahrhundert, die die Vergänglichkeit des Lebens darstellen. Sie waren nicht chronologisch geordnet (Auswahl).Stilleben Filmportal

Mariendarstellung, 15. Jahrhundert Stilleben mit astronomischen Geräten, um 1700 Stilleben mit Vorhang, Krug und Obstschale, von Paul Cezanne, 1894 Stilleben mit Hummer und Früchten, von Frans Snyders, Antwerpen 1613 Rohrdommeljäger, von Rembrandt van Rijn, 1639 Stilleben mit Musikinstrumenten, von Bonaventura Bettera, 1718 Toilettkästchen, von Kasimir Malewitsch, 1911 Gitarre und Violine, von Pablo Picasso, 1912

Musik Zu den Musikstücken gehörten „Maria durch ein‘ Dornwald ging“, Lied „An irdische Schätze das Herze zu hängen“, 4. Arie aus der Kantate Ach wie flüchtig, ach wie nichtig (BWV 26) von Johann Sebastian Bach

Hintergründe Die junge Filmregisseurin Helke Misselwitz war nach ihrem Abschluss an der Filmhochschule Babelsberg ab 1982 freiberuflich tätig. Den Film Stilleben gestaltete sie für das DEFA-Studio für Trickfilme in Dresden auf Initiative der Chefdramaturgin Marion Rasche, die junge innovative Filmemacher unterstützte.Ralf Schenk, Sabine Scholze, Die Trickfabrik. DEFA-Animationsfilme 1955–1990, 2003, S. 134, mit kurzer Erwähnung dieses Films; auch in Stilleben – Eine Reise zu den Dingen Pitt Herrmann, mit Hintergrundinformationen Die fachliche Mithilfe erfolgte durch den Dresdner Kunsthochschuldozenten Harald Marx und den Kunsthistoriker Georg Kretschmann, Sprecher war der damals bekannte Schauspieler Rolf Hoppe.

Der Film wurde im Herbst 1984 im Kino gezeigt.Weltbühne, 1984, S. 1493, wahrscheinlich im Berliner Kino Babylom am 13. September 1984, zusammen mit dem Dokumentarfilm Ein Bild malen ist wie Mais anbauen Am 23. April 1985 wurde er bei den Westdeutschen Kurzfilmtagen in Oberhausen aufgeführt (in deren Jury Marion Rasche saß) und erhielt einen Preis. Danach gehörte er zu den seltener gezeigten Arbeiten von Helke Misselwitz. Er war 2024 im Berliner Kino Krokodil wieder zu sehenHello Goodbye Programm 2 Krokodil, mit Gemälde (von Bettera?) und 2025 bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen, wo er viel Aufmerksamkeit erhielt. 2026 wird er beim Filmfestival Cottbus gezeigt.Stilleben – Eine Reise zu den Dingen Filmfestival Cottbus (englisch), mit Gemäldeabbildung (von Bettera?), (das Jahr ist unsicher) Die Fahrt mit einem Zug durch eine winterliche Landschaft mit gedanklichen Reflexionen war auch der Rahmen ihres erfolgreichsten Dokumentarfilms Winter adé (1988).

Auszeichnung 1985 Westdeutsche Kurzfilmtage Oberhausen, Preis der Mitarbeiter und Freunde des Festivals

Rezeption In dem Film wird gesagt „Nichts ist in den Dingen ohne Sinn (…). Eine Reise zu den Dingen, ist sie nicht eine Reise zu uns selbst?“ „Da es so ist, bleibt es nicht so, denn alles bewegt sich“

Der Filmrezensent Pitt Herrmann schrieb 2025

Der damalige Leiter der Kurzfilmtage Oberhausen Wolfgang J. Ruf sagte 2025 über den Film

Der Kulturpublizist Andreas Wilink resümierte 2025 anlässlich der Wiederaufführung in Oberhausen

Der Filmkritiker und Psychoanalytiker Robert Zwarg beschrieb den Film 2025

Weblinks Stilleben – Eine Reise zu den Dingen Filmportal

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1984 Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:DDR-Film Kategorie:Bildende Kunst (Barock) Kategorie:Frauenfilm * Kategorie:Schienenverkehr im Film