Budki () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.

Geographisches Lage Budki liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 20 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.

Geschichte Gegründet wurde das damalige Bodeck im Jahre 1862 als ein Schäferei-Vorwerk, wobei es sich um einen großen Betrieb handelte.Dietrich Lange: Bodeck, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Der Ortsname geht auf die Adelsfamilie Bodeck zurück, die in der Region über ein Jahrhundert lang als bedeutende Grundbesitzer von sich Reden machten.Informationszentrum Ostpreußen: Geschichte des Ritterguts in Barzyna – Wiese

Im Jahre 1885 zählte Bodeck 81, im Jahre 1905 noch 53 Einwohner.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Bodeck

Das Vorwerk gehörte zum Gutsbezirk Hirschfeld, der am 13. November 1907 zu dem 1874 neu errichteten ostpreußischen Amtsbezirk Klein Marwitz im Kreis Preußisch Holland kam.Rolf Jehke: Amtsbezirk Klein Marwitz/Wiese

Während der Gutsbezirk Hirschfeld am 30. September 1928 ohne das Vorwerk Bodeck in die Landgemeinde Hirschfeld im gleichnamigen Amtsbezirk umgegliedert wurde,Rolf Jehke: Amtsbezirk Hirschfeld wurde gleichen Tages Bodeck aus dem Gutsbezirk Hirschfeld herausgelöst und in den Gutsbezirk Wiese im Amtsbezirk Klein Marwitz – 1930 in „Amtsbezirk Wiese“ umbenannt – eingegliedert.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Vorwerk Bodeck von Verwaltern bewirtschaftet. Letzter Gutsverwalter war Rudolf Böhnert.

Nach dem Einmarsch der Truppen der Roten Armee im Januar 1945 wurde der Ort Teil Polens und in Budki umbenannt. Heute ist der Ort eine Siedlung (osada) innerhalb der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Budki 41 Einwohner.

Religion Seitens der evangelischen Kirche gehörte Bodeck bis 1945 zur Pfarrei in Hirschfeld im Kirchenkreis Preußisch Holland innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472 seitens der römisch-katholischen Kirche zur Pfarrei St. Josef in der Kreisstadt Preußisch Holland im Dekanat Elbing des damaligen Bistums Ermland.

Während Budki evangelischerseits heute in die St.-Georgs-Kirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen eingegliedert ist, gehört es katholischerseits zur Pfarrei in Jelonki im Dekanat Pasłęk II im Bistum Elbląg.

Verkehr Budki liegt westlich einer Nebenstraße, die die Woiwodschaftsstraße 527 bei Jelonki mit der Woiwodschaftsstraße 526 bei Śliwica verbindet.

Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1862 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Rychliki