Ölhaus (zuweilen auch mit Artikel „das Ölhaus“ genannt) ist ein Wohnplatz der Stadt Crailsheim. Er gehört zum Ortsteil Roßfeld.
Geografie Ölhaus liegt westlich von Maulach im äußersten Westen der Crailsheimer Gemarkung, an der Grenze zur Gemeinde Ilshofen, südlich der Bahnstrecke Crailsheim-Heilbronn. Die Entfernung zum Hauptort Roßfeld beträgt rund fünf Kilometer.
Geschichte Ursprünglich handelte es sich bei Ölhaus – daher auch der Name – um eine Harzölbrennerei, die für das Jahr 1711 bezeugt wird.
Mitte des 18. Jahrhunderts, unter Markgraf Alexander, wurde ein ursprünglich auf dem Burgberg befindlicher Fohlenhof nach Ölhaus umquartiert; er bestand bis 1808, als die bayrische Regierung das Gut an einen Ansbacher Hoffaktor verkaufte. Durch den Grenzvertrag zwischen Bayern und Württemberg wurde Ölhaus gemeinsam mit Roßfeld 1810 württembergisch.
Erst 1937 erhielt der Weiler einen Stromanschluss. Mit der Eingemeindung Roßfelds wurde Ölhaus am 1. Januar 1972 ein Teil der Stadt Crailsheim.
Einwohnerentwicklung Für das Jahr 1884 wird die Einwohnerzahl mit 36 beziffert, während 1908 nur noch von 19 Einwohnern die Rede ist.
Politik Der Weiler gehört zur Ortschaft Roßfeld und verfügt über keine eigenständige politische Verwaltung.
Wirtschaft und Infrastruktur Ölhaus ist noch immer landwirtschaftlich geprägt. Der Ort verfügt über eine Kindertageseinrichtung, die durch einen eingetragenen Verein betrieben wird.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Schwäbisch Hall Kategorie:Geographie (Crailsheim)