Karahili (Carahili) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Remexio (Gemeinde Aileu). In Karahili befindet sich Remexio, der Hauptort des Verwaltungsamtes.

Geographie

mini|links|Die Kirche José Operário in Remexio mini|links|Brunnen bei Remexio

Karahili liegt im Nordwesten des Verwaltungsamtes Remexio. Westlich liegt der Suco Acumau, südwestlich der Suco Fahisoi, südlich der Suco Fadabloco, südöstlich der Suco Faturasa, östlich der Suco Tulataqueo und nordöstlich der Suco Liurai. Im Norden befindet sich die Gemeinde Dili mit dem Verwaltungsamt Cristo Rei und dessen Suco Hera.

Karahili wurde am 23. Dezember 2024 vom Suco Acumau abgetrennt. Von der damaligen Aldeia Aimerahun wurden die neuen Aldeias Fahilebun, Sumir und Karimon abgespalten.

Der Ort Remexio liegt im Zentrum Karahilis. Eine Überlandstraße durchquert Ort und Suco von West nach Ost und verbindet sie mit Laclo im Osten und der Landeshauptstadt Dili im Nordwesten. Um Remexio herum befinden sich mehrere kleine Orte: Remexio Lama, Aicoarema, Ailortelu, Carahili und Lolemailulu.Direcção-Geral de Estatística: .

Entlang der Südgrenze fließt der Fluss Bauduen. In ihn mündet der in Karahili entspringende Aikoereima. Nah der Ostgrenze entspringt der Cihohani. Die Flüsse gehören zum System des Nördlichen Laclós. Außerhalb der Regenzeit fallen die Flüsse des Sucos trocken.

Um den Dorfplatz von Remexio herum gruppieren sich die Katholische Grund- (Escola Primeira Catolico) und Sekundarschulen (Escola Secundaria ESC) São José Operário, die gleichnamige Kirche, der Sitz des Verwaltungsamtes, eine Grundschule (Escola Básica EB), ein kommunales Gesundheitszentrum und das Konvent der Dominikanerinnen. Östlich befindet sich der Markt und im Nordwesten die Zentrale Grundschule (Escola Básica Central EBC) Remexio und der Sitz des Sucos Acumau. Außerdem gibt es im Dorf eine Polizeistation. Der Dorfplatz dient bei Bedarf als Hubschrauberlandeplatz.Direcção-Geral de Estatística: . (PDF; 530 kB)

Einwohner mini|Empfangskomitee in Remexio (2016)

2025 lebten im Suco 1.193 Einwohner (Zensus 2022: ),Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022. davon sind 638 Männer und 555 Frauen. Im Suco gibt es 267 Haushalte. Aimerahun ist das Zentrum der Lolein-Sprecher.Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Acumau (Tetum; PDF; 8,3 MB)Munisipio Aileu: (tetum), abgerufen am 15. Februar 2016.

Geschichte mini|Dieses portugiesische Denkmal von 1963 zeigt die damalige Zugehörigkeit des Ortes Remexio zum Kreis Dili an

Remexio war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. Hier gründete sie eine base de apoio, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Remexio, Laclo, Aileu und Dili bot. Hier gab es auch ein Umerziehungslager (Renal), in dem Verdächtigte von der FALINTIL inhaftiert wurden. Aufgrund der schlechten Versorgung starben einige Insassen. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört. (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)

Von 1978 bis Ende 1979 gab es beim Ort Remexio ein indonesisches Lager für Osttimoresen, die zur besseren Kontrolle von den Besatzern umgesiedelt werden sollten. Hier lebten 4000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen, die von Journalisten dokumentiert wurden. Sie hatten das Camp zusammen mit elf ausländischen Botschaftern und dem damaligen indonesischen Außenminister Mochtar Kusumaatmadja am 6. und 7. September 1978 besucht. Fotos von unterernährten Erwachsenen und Kindern aus dem Camp wurden weltweit in Zeitungen veröffentlicht. Viele Menschen starben an Hunger und Durchfallerkrankungen. Zwischen 1970 und 1980 sank die Bevölkerungszahl von Remexio von 7851 auf 4880 um 37,8 %.

Am 6. September wurde der gesamte damalige Subdistrikt in der Operation Donner durch pro-indonesische Milizen verwüstet. Nur wenige Tage vorher hatte sich die Bevölkerung Osttimors in einem Referendum für die Unabhängigkeit von Indonesien ausgesprochen. Häuser und öffentliche Einrichtungen, wie Schulen, wurden niedergebrannt. Auch die Wasserleitung und die Stromgeneratoren wurden zerstört.

Politik In den Nachwahlen 2025 wurde mit Pedro da Costa Fernandes der erste Chefe de Suco und die Chefes de Aldeia der neuen Aldeias Fahilebun, Sumir und Karimon gewählt.Gemeinde Aileu: Membru konselhu konsultivu, abgerufen am 27. Mai 2026. Der Chefe de Aldeia von Aimerahun wurde bereits bei den Kommunalwahlen 2023 bestimmt.

Weblinks

Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Acumau (tetum; PDF; 8,3 MB) Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Acumau (tetum; PDF)

Einzelnachweise

Kategorie:Suco in Aileu (Gemeinde) Kategorie:Remexio (Verwaltungsamt)