mini|Das Hospiz Briati mit seiner Kapelle, dem ehemaligen Oratorium San Giuseppe, 2013 mini|Übersichtskarte mit den Kirchen auf Murano San Giuseppe, auch San Giuseppe e Teresa, hieß ein Komplex aus Kirche nebst Karmelitenkloster im Süden der venezianischen Insel Murano, genauer auf der Insel San Stefano. Dort befindet sich neben einem Oratorium auch das Briati-Hospiz.
Geschichte Mit einem Dekret gestattete der Senat am 1. Dezember 1736 Nonnen der Carmelite Scalze, der unbeschuhten Karmelitinnen, eine Kirche und ein Kloster zu errichten. Das Nonnenkloster ist das letzte in Venedig gegründete Kloster während des Bestehens der Republik Venedig.Jonathan E. Glixon: Mirrors of Heaven or Worldly Theaters? Venetian Nunneries and Their Music, Oxford University Press, 2017, S. 3. Die Religiosen Carmelite Scalzi des Konvents Santa Maria in Nazareth veranlassten vier Nonnen aus Conegliano nach Murano zu kommen. Die Karmelitinnen wurden am 12. oder 17. Dezember 1737 eingeführt (nach Cicogna, bzw. Corner). Der Bischof von Torcello, Vincenzo Maria Diedo, unterstellte sie bei strenger Klausur den Brüdern des Ordens.
Die Adlige Maria Maddalena Giustiniani, eine der vier Nonnen, wurde die erste Priorin des Klosters der strengsten Observanz und galt als Gründerin, wie Flaminio Corner betont.Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 662. Die Nonnen gingen zunächst nach San Bernardo und von dort an ihren neuen Wirkungsort. Unter Leitung des Bischofs wurde dort der Orden Santa Teresa de’ Carmelitani Scalzi gegründet.
1808 wurde der Orden, wie zahlreiche religiöse Gemeinschaften, unter Napoleon aufgehoben. Einige der Nonnen verschiedener Orden fanden sich 1828 zusammen, und Antonio Dalmistro, Deputierter Muranos, bot sich an, das Kloster wiederherzustellen. Das Patronat lag bei San Giuseppe und S. Agostino. Auf Geheiß des Patriarchen von Venedig Jacopo Monico wurde das Werk gesegnet und die Frauen konnten am 4. Mai 1830 als Augustinerinnen dort einziehen.Luigi Ferrari: I Carmelitani Scalzi a Venezia. Cenni storici, Tipografia dell‘Immacolata, Venedig 1882, S. 67. 1831 war Maria Serafina Castelli die erste Äbtissin. 1840 und 1841 war Maria Teresa Papafava Superiora (Oberin).
Literatur Emmanuele Antonio Cicogna: Delle Inscrizioni Veneziane, Bd. 6, Tipografia Andreola, Venedig 1853, S. 401–407 (zur Geschichte S. 403 f.), S. 411–414 (San Giuseppe Oratorio Briati) (Digitalisat) Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 661 f. (Digitalisat)
Weblinks Cassa operaia cattolica di San Giuseppe di Murano, Venezia, Ecclesiae Venetae, SIUSA
Siehe auch Liste der Bischöfe von Torcello
Anmerkungen
Giuseppe Kategorie:Kirche auf Murano Kategorie:Murano Murano