mini|Castle Mountains von Südwesten; Ringling (Montana) April 2010 Die Castle Mountains sind ein Gebirge im Meagher County in Montana in den Vereinigten Staaten. Das Gebirge gehört zu den östlichen Vorgebirgen der Rocky Mountains. Höchster Gipfel ist der Elk Peak mit 2618 m.

Lage Das Gebirge hat eine Ausdehnung von 700 km² und erhebt sich rund 1000 m über die Umgebung.

Das Gebirge liegt zentral im Meagher County und wird im Nordwesten und Südwesten vom North Fork Smith River und South Fork Smith River und im Nordosten und Südosten vom North Fork Musselshell River und South Fork Musselshell River begrenzt.

Verkehrsmäßig werden die Castle Mountains im Norden vom U.S. Highway 12, im Westen vom U.S. Highway 89 und im Süden durch den Montana Highway 294 umschlossen.

Geschichte Das Gebirge wurde erstmals durch James Clift im Rahmen seiner Erkundung 1869 erwähnt. 1873 wurde das Gebirge im Rahmen einer Expedition von W. H. Ludlow erstmals durch Geologen untersucht und beschrieben. Als nördlich des Gebirges Kupferadern entdeckt wurden, entstand der Bergbauort Copperopolis, der jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts wieder aufgegeben wurde und wüst fiel.

In den 1880er Jahren begannen intensive Erkundungen des Gebirges und es wurden Lagerstätten verschiedenster Erze und Mineralien vermutet. Nachdem 1884 am Allabaugh Creek und in Robinson Silbervorkommen entdeckt wurden, begannen ab 1885 die Hensley-Brüder mit dem Abbau von Vorkommen in den Castle Mountains. Ab 1887 begannen die Gold- und Silbersucher in das Gebiet zu strömen und die Stadt Castle Town entstand. Der Abtransport des Silber gestaltete sich jedoch schwierig und die Wirtschaftskrise von 1893 brachte den Silberbergbau weitgehend zum Erliegen. Daneben erfolgte auch der Abbau von Blei- und Manganerzen. Ab 1895 erfolgte der Bau der Montana Railroad vom Missouri River aus zur Erschließung der Castle Mountains. Im November 1896 erreichte der Bahnbau Leadboro, drei Kilometer von Castle Town entfernt. Durch den Bau der Bahn und dem Abtransport der erzeichen Gesteine zur Verhüttung kam es bis 1898 nochmals zu einem kleinen Aufschwung. Dann kam der Silberbergbau weitgehend zum Erliegen. Castle Town wurde zur Geisterstadt.

Bis Ende der 1960er Jahre wurden die Yellowstone Mine und die Cumberland Mine auf einem geringen Niveau mit wechselnder jährlicher Ausbeute weiterbetrieben.

Topografie Die Berge wurden eiszeitlich überformt. Viele Bäche und Flüsse münden in ausgespülten engen Tälern. Oberhalb steiler Anstiege befinden sich größere Hochflächen. Die Sedimentfaltung bestimmt weitgehend die topografische Gestalt.

Die erosionsbeständigen Gesteine formen in den Kontaktzonen steile Abhänge.

Geologie Die Castle Mountains liegen an der Grenze zwischen dem Rocky Mountains und den Great Plains. Das Sedimentgestein umfasst präkambrische bis kreidezeitliche Gesteinsschichten.

Die Erzlagerstätten enthalten Blei, Zink und Silber sowie Kupfer, Mangan und Gold. Daneben sind Jaspis und Magnetit zu finden.

Vegetation Die Berge sind mit Küstenkiefern, Tannen und Fichten bewachsen. Die offenen Bergrücken und Lichtungen haben einen Grasbewuchs.

Nutzung Ab Ende der 1880er Jahre bis Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgte vor allem eine bergbauliche Nutzung in den Castle Mountains. Die Bergwiesen werden ebenfalls seit dieser Zeit von den umliegenden Farmen für die Schaf- und Rinderzucht genutzt.

Ein großer Teil des Gebirges befindet sich im Staatseigentum und gehört zum Helena-Lewis and Clark National Forest. Die touristische Erschließung und Nutzung ist gering. Es sind zwei offizielle Campingplätze im Gebiet ausgewiesen.

Es gibt mehrere unbefestigte Wege die von Lennep, Checkerboard und White Sulphur Springs ins Gebirge führen. Im Gebirge sind einige Straßen und Wege für die Nutzung durch Autos oder auch nur durch Quads und Motorräder ggf. auch nur zeitweise freigegeben.

Weblinks

Montana College of Mineral Science and Technology: GEOLOGY AND ORE DEPOSITS CASTLE OF THE CASTLE MOUNTAIN MINING DISTRICT, MEAGHER COUNTY, MONTANA by Allen S. Winters, 1968 Motor Vehicle Use Map Helena-Lewis and Clark National Forest

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