Danowski – Neunauge ist ein Fernsehkrimi aus dem Jahr 2025 und eine lose Fortsetzung des Films Danowski – Blutapfel aus dem Jahr 2019.

Handlung In Hamburg werden zwei mumifizierte Leichen in Schulgebäuden gefunden, zwischen denen es zunächst keine Verbindung zu geben scheint. Adam Danowski und Meta Jurkschat nehmen die Ermittlungen auf. Einer der Toten, Thorsten Stahmer, war Metas Exfreund, zu dem sie seit fünf Jahren keinen Kontakt hatte. Aufgrund der Brisanz der Fälle und möglicher Überforderung stellt Polizeichef Behling dem Team den Münchner Profiler Martin Gaitner zur Seite, der Mobbingereignisse als Erklärung aufbietet. Adam findet schnell heraus, dass auffällige Spuren an den Opfern vom Biss eines Neunauges stammen. Auch hat Adam aufgrund von Hinweisen die Idee, dass sich die Toten aus einem Schullandheim kennen könnten, in dem sie Mobbing erfuhren.

Metas aktueller Freund und Adams früherer Kollege Finzi kann an einer Schule den Rucksack eines früheren Freunds von Thorsten sicherstellen, in dem sich ein Notizbuch befindet. Darin steht Metas Name zwischen denen anderer Frauen, jeweils versehen mit einer Bewertung. In einem Rückblick sieht man, wie Thorsten und Meta sich in einer Kneipe kennenlernten, wo er sie mit Gedichten von Rilke beeindruckte. Adam und Meta fahren nachts zu dem in Thorstens Abiturbuch erwähntem Schullandheim, mit Hilfe eines Polizisten erhalten sie Einblicke in alte Schülerlisten, auf denen sie die Namen der Opfer finden. Diese haben gemeinsam eine Pick-up-Clique gebildet und ihre Erfolge in dem Notizbuch dokumentiert. Meta ist sichtlich gekränkt davon, wie bei einer Viehauktion behandelt worden zu sein.

Eine weitere Leiche, Eckhard Lorenz, wird in einer Schule gefunden, die aufgrund ihres Zustands das erste Opfer gewesen sein muss. Auch er war vor einigen Jahren mit den anderen Opfern in dem Landwohnheim gewesen. Meta sucht für weitere Antworten in dem Fall Thorstens Vater in Flensburg auf, dieser überwältigt und fesselt sie in der Badewanne. Er macht der Polizei Vorwürfe, damals nicht weiter nach Thorsten gesucht zu haben. Meta kann sich jedoch befreien und fährt zu einer Hütte des Vaters im Wald. Da sie den Standort verschickt hat, treffen Adam und Finzi ein. Nachdem jemand auf sie schießt, gelingt es ihnen, diese Person aus der damaligen Clique zu überwältigen, die ihnen von den früheren Machenschaften erzählt.

Adam erzählt seinem Chef und Gaitner die Hintergründe der Taten: Lorenz habe vor einigen Jahren nach einer Schulbausitzung die Direktorin Karin Busche bedrängt, welche ihn daraufhin mit einem Briefbeschwerer erschlug. Mit Hilfe des Hausmeisters Berisha habe sie die Leiche versteckt. Zwei andere aus der Clique versuchten die Frau zu erpressen, diese Versuche endeten jedoch tödlich, wobei ihr Berisha wieder half. Er, ein passionierter Angler, hätte die Idee mit dem Neunaugenbiss eingebracht.

Bei ihrer Flucht werden Busche und Berisha von der Polizei festgenommen.

Produktion Danowski - Neunauge wurde vom 22. Mai bis zum 19. Juni 2024 in Hamburg und Umgebung gedreht, so unter anderem in Moorfleet und Ohlstedt.

Soundtrack Für den Soundtrack wurden unter anderem folgende Songs verwendet: Gabriels (Stranger) White Denim (Just Dropped In) Baxter Dury (Miami) Ministry (Thieves) JD McPherson (Sunshine Getaway) Mo’Ju (Native Tongue) La fine équipe (Tiramisu fraise) The Specials (F**k All The Perfect People, You’re Wondering Now)

Kritik Tilmann P. Gangloff gibt dem Kriminalfilm in seiner Besprechung auf tittelbach.tv insgesamt 5 von 6 Sternen. Die Story von Danowski – Neunauge sei klasse, insbesondere die Szenen von Milan Peschel und Sebastian Bezzel seine ein großes Vergnügen. Der gebürtige (Ost-)Berliner Peschel sei die perfekte Besetzung für den Kommissar, auch Bezzel kostet die Rolle bis zum letzten Tropfen aus. Neben der Songauswahl würden auch die cleveren Szenenwechsel sowie die ungeschnittenen Handkameraszenen im Landeskriminalamt für Vergnügen sorgen. Raether-Fans könnten bedauern, dass der spezielle trockene Humor der Vorlage nur bedingt getroffen werde.

Auf film-rezensionen.de erhält der Film von Oliver Armknecht insgesamt 6 von 10 Punkten. Der Kritiker lobt Milan Peschel, im deutschen Fernsehen würde es wohl kaum jemanden geben, „der einen derart sonderbaren Kauz spielen könnte, ohne dabei zum Blödelbarden zu werden“. Bezzel hingegen würde seine Rolle mit etwas zu viel Einsatz spielen, sodass der Film in seinen Szenen dann doch albern wirke. Auch würde die spezielle Sprache des Autors in der Adaption, die stärker bildlich arbeiten müsse, notgedrungen auf der Strecke bleiben. Insgesamt sei der Film ein ganz solider Krimi, der dank dem Protagonisten auch amüsante Stellen habe. Der Film habe mit den mumifizierten Leichen in Schulkellern schon eine ungewöhnliche Ausgangssituation, es gäbe Abgründe und Wendungen - ein Rätsel mögendes Publikum bekäme hier einiges zu tun. Auch wenn der Film zwischendurch albern bis anstrengend werde, sieht Armknecht die Veröffentlichung eines zweiten Danowski-Films positiv und hofft, dass ein möglicher Nachfolger nicht wieder über sechs Jahre auf sich warten ließe.

Die Redaktion der TV Spielfilm gibt dem Film einen Daumen nach oben und beschreibt den Film als „[h]errlich kurzweilige[n] zweite[n] Fall des schrägen Ermittlers“. Peschel würde als „sympathisch verhaltensauffälliger Operativer Fallanalytiker“ erneut zu ganz großer Form auflaufen, Danowski sei das „Salz in der Krimisuppe“.

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Einzelnachweise

Kategorie:Fernsehfilm (ZDF) Kategorie:Filmtitel 2025 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Kriminalfilm