Ole Rømer Aagaard Sandberg (geb. 9. Mai 1811 in Onsøy; gest. 20. Januar 1883 in Christiania) war ein norwegischer Psychiater. mini|Porträt mit St Olavs Orden am Bande, 1883 mini|Mit Familie, ca. 1860 Sandberg war eines von 17 Kinder des Propstes Ole Rømer Aagaard Sandberg (1761–1817) gleichen Namens. Er arbeitete 1824 im Choleralazarett in Fredrikstad, wo er ebenfalls infiziert wurde und für mehrere Monate an einem „typhoiden Fieber“ litt. 1836 legte er sein medizinisches Examen ab und war anschließend Landarzt und von 1848 bis 1854 Arzt im Amtskrankenhaus in Skien. Während dieser Zeit unternahm er Auslandsreisen, um Hautkrankheiten und Wasserkuren zu studieren. Ab 1854 wurde er auf öffentliche Kosten zum Studium der Psychiatrie nach Deutschland geschickt und wurde einer der ersten norwegischen Ärzte dieser neuen Fachrichtung. Als in Gaustad 1855 die erste staatliche Klinik für mentale Krankheiten (sinnssykehus) eröffnet wurde, wurde Sandberg zum Direktor berufen und unterrichtete 23 Jahre lang Studenten am Hospital. Eine Berufung zum außerordentlichen Professor lehnte er dagegen ab.

Sandberg wurde 1862 zum Ritter des St. Olav Ordens ernannt und 1881 für seine Verdienste in den Rang eines Komturs des Ordens berufen.

Sandberg heiratete 1837 Johanne Emilie Barth (1815–1895). Das Paar hatte vier Töchter und vier Söhne, darunter Jørgen Christian Aall Sandberg, der später der erste Klinikdirektor im Haukeland Universitätskrankenhaus wurde.

Einzelnachweise

Kategorie:Psychiater Kategorie:Träger des Sankt-Olav-Ordens (Komtur) Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1811 Kategorie:Gestorben 1883 Kategorie:Mann