Włosieniec (auch: Włościeniec, ) war ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine Ortsstelle liegt im Gebiet der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.

Geographische Lage Die Ortsstelle von Włosieniec liegt am Westufer des Flüsschens Brzeźnica () im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 19 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.

Geschichte Aus einem großen Hof bestand der kleine Ort Abbau Behrend, der ab dem 14. September 1849 Heinrichshof hieß.Dietrich Lange: Heinrichshof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Die amtliche Verkündigung der Namensänderung lautete: Dem in den Grenzen der königlichen Ortschaft Blumenau neu errichteten Etablissement des cölmischen Besitzers Behrend ist der Name Heinrichshof gegeben worden.Geschichtliches Ortsverzeichnis: Heinrichshof (Landkreis Preußisch Holland)

Die Anbindung an das Dorf Blumenau (nach 1785 Königlich Blumenau, 1931 bis 1945 Königsblumenau) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland bestand bis 1945 und setzt sich auch heute in dem nun „Kwietniewo“ genannten Ort fort.

Heinrichshof zählte im Jahre 1885 28 Einwohner. Ihre Zahl reduzierte sich bis 1910 auf 22.

Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten wurde, erhielt Heinrichshof die polnische Namensform „Włościeniec“, die dann bald in „Włosieniec“ geändert wurde. Der Ort wird heute amtlich nicht mehr genannt, gilt er doch als in dem Dorf Kwietniewo aufgegangen und damit offiziell als untergegangen. Seine Ortsstelle liegt innerhalb der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war Heinrichshof in das Kirchspiel Königsblumenau der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde im Kirchenkreis Preußisch Holland in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Pfarrei Christburg im Dekanat Stuhm des damaligen Bistums Ermland eingegliedert.

Die heutige kirchliche Zugehörigkeit richtet sich nach der „Muttergemeinde“ Kwietniewo.

Verkehr Die Ortsstelle von Heinrichshof resp. Włosieniec liegt an einem Landweg, der Kwietniewo mit Powodowo verbindet. Bis 1945 war Blumenau die nächste Bahnstation. Sie lag im Abschnitt Elbing–Miswalde der Bahnstrecke von Elbing über Osterode i. Ostpr. nach Hohenstein.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Rychliki Kategorie:Wüstung in Polen