Krenhof ist eine Siedlung in der Weststeiermark in der Stadtgemeinde Köflach im Bezirk Voitsberg in der Steiermark. Bekannt ist der Ort vor allem für den Krenhof, in dem sich seit dem späten 17. Jahrhundert eine Schmiede und später ein Sensenwerk befand.
Lage und Geographie Krenhof liegt im nördlichen Teil der Stadtgemeinde Köflach, nordwestlich des Stadtgebietes an der Gemeindegrenze zu Bärnbach. Der Ort selbst liegt im Gradnertal und der Sallabach mündet hier in den Gradnerbach. Krenhof liegt am Übergang der Erhebungen der Gleinalpe zum Höhenzug der Stubalpe.
mini|links|Gaberl Straße in Krenhof Direkt durch Krenhof verläuft die Gaberl Straße (B 77), die Köflach über Krenhof und Krengraben mit Salla verbindet. In Krenhof zweigt auch die Kainacherstraße (L341) von der Gaberl Straße ab, die den Ort mit Graden verbindet.
Geschichte Der heutige Ort Krenhof wird erstmals 1541 als Krenn Huebm urkundlich erwähnt. Weitere Erwähnungen datieren 1586 als Khrenhof sowie schließlich um 1820 als Krennhof und Krenhof. Der Name des Ortes leitet sich dabei vom Vulgonamen des Bauernhofes Krenn ab, der in der Nähe des heutigen Ortes liegt.
Im Mittelalter lag Krenhof an der Weinstraße die von Salla aus über die Stubalpe in das obere Murtal führte. Ein weiterer Weg in das obere Murtal führte von Krenhof aus über das Stierkreuz. Da die Verbindung zwischen Köflach und Krenhof um 1885 zu den meist befahrenen Straßen der Steiermark gehörte, plante 1896 die Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft (GKB) eine Verlängerung der bestehnden Eisenbahn nach Mitsch. Diese Verlängerung wäre etwa 1,5 Kilometer lang gewesen. Eine Umsetzung scheiterte jedoch aus Kostengründen.
Wirtschaft und Infrastruktur mini|Gruppenbild vor dem Sensenwerk Krenhof (vor 1900)
Krenhof ist ein Siedlungsort der landwirtschaftlich geprägt ist. In der Vergangenheit war vor allem der Krenhof der wichtigste Arbeitgeber im Ort. Zuerst eine Schmiede, seit der Zeit um 1840 ein Sensenhammerwerk und nach dem Zweiten Weltkrieg Standort der Krenhof AG, die später ihren Sitz nach Gradenberg verlegte. Um 1880 gab es in Krenhof zudem noch einen Streinbruch sowie mehrere von der Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft betriebene Kalköfen.
Der Ort ist nach den Pfarren Graden, Köflach und Piber eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schule in Graden. Die Errichtung einer eigenen Schule in Krenhof wurde zwar 1892 vom Landesschulrat angeordnet, aber vom Ortsschulrat von Graden abgelehnt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Hammerherrenhaus Krenhof
Zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern in Krenhof gehört der erstmals 1586 genannte Krenhof (). Es handelt sich dabei um ein Hammerherrenhaus des ehemaligen Sensenwerkes und gehörte ursprünglich den Freien Kren.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1541 Kategorie:Geographie (Köflach) Kategorie:Ort im Bezirk Voitsberg Kategorie:Ort im Einzugsgebiet Kainach (Mur)