Der Parque Natural de las Fuentes del Narcea, Degaña e Ibias ist ein geschützter Naturpark in Nordspanien, in der autonomen Gemeinschaft Asturien.
Geographie Der Naturparkt liegt im Südwesten von Asturien, im Bereich des Kantabrischen Gebirges und erstreckt sich über die Gemeindegebiete von Cangas del Narcea, Degaña und Ibias. Im Osten grenzt er an den Naturpark Somiedo, im Süden an die Provinz León.
Die höchste Erhebung bildet der Cueto de Arbas (2002 m), der niedrigste Punkt liegt auf ca. 600 m. Die Landschaft ist mittelgebirgsartig, von vielen Tälern durchzogen und besitzt eine hohe Dichte an Fließgewässern, die hier ihre Quellgebiete und Oberläufe haben. Etwa 75 % der Parkfläche entwässert über das Einzugsgebiet des Flusses Narcea und 25 % über den Fluss Ibias, welcher in den Navia mündet.
Die Region ist nur dünn besiedelt. Bergbau und extensive Viehwirtschaft bilden die Haupterwerbsquellen.
Schutzgebiete Der Naturpark wurde im Jahr 2002 offiziell unter Schutzgestellt, um das Bergland mit seinen gut erhaltenen autochthonen Wäldern, die wichtige Rückzugsorte für bedrohte Tierarten wie den Europäischen Braunbären oder das Auerhuhn darstellen, zu erhalten.
Innerhalb des Naturparks sind weitere Schutzgebiete ausgewiesen:
Biosphärenreservat Muniellos (Fläche = 6000 ha)
Reserva Natural Parcial del Cueto de Arbás mehrere Natura 2000-Schutzgebiete nach der europäischen FFH-Richtlinie
Flora Eine Besonderheit des Schutzgebietes sind die noch relativ gut erhaltenen autochthonen Laubwälder. Ein größerer zusammenhängender Eichenwald (überwiegend Traubeneiche, teilweise auch Pyrenäen-Eiche) findet sich bei Valle de Munielos. Bei Monte Hermo sind ausgedehnte Buchenwälder vorherrschend. Weitere häufige Baumarten sind Kastanien, Esche, Pappeln und Birken. Das Buschwerk wird von teilweise sehr dichtem Dickicht aus Besenginstern dominiert. Auch Baumheide und verschiedene Heidekräuter, wie Besenheide, Daboecia cantabrica, Graue Glockenheide sind auf mageren Standorten relativ häufig zu finden. Im Bereich kleinerer Moorlandschaften (Laguna de Arbás, Lago Ulbales, Laguna de Reconcos, Fasgeo) können einige floristische Besonderheiten wie Isoetes velatum subsp.asturicense, Nuphar luteum subsp. pumilum, Juncus filiformis entdeckt werden.
Fauna Der Naturpark beheimatet eine bedeutende Population des Europäischen Braunbären der hier und im benachbarten Naturpark Somiedo in der höchsten Dichte auf der Iberischen Halbinsel (bis zu 300 Individuen) vorkommt. Unter den Säugetieren finden sich außerdem: Wolf, Rehwild, Wildschein, Gämse, Rotfuchs, Kleinfleck-Ginsterkatze, Baummarder, Wildkatze, Castroviejo-Hase, Europäischer Dachs, Westschermaus, Pyrenäen-Desman.
Unter den Vogelarten ist insbesondere das Auerhuhn erwähnenswert. Auch Habicht, Sperber oder der Mittelspecht werden von der Parkverwaltung als charakteristische Arten für den Park genannt.
Besucherzentren Das Hauptinformationszentrum befindet sich in der Gemeinde Cangas del Narcea, neben dem ehemaligen Kloster San Juan Bautista de Corias mit einer umfangreichen Ausstellungen auf einer Fläche von insgesamt 1200 m². Hier werden auch Informationen bereitgestellt, wie der Naturpark auf verschiedenen Straßen und Wanderwegen erkundet werden kann.
Weitere, kleinere Informationszentren finden sich auf andere Ortschaften verteilt:
Centro de información e interpretación de Cerredo (Degaña).
Centro de Recepción de Visitantes Alejandro Casona (Besullo) Centro Expositivo Senda del Oro (Cecos) Centro de interpretación de la Palloza de Ibias (San Antolín de Ibias) Centro de interpretación de Muniellos
Einzelnachweise
Weblinks
Karte des Naturparks (PDF) Wanderrouten im Naturpark
Kategorie:Geographie (Asturien) Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Spanien