Aurei (auch: Aureus) war der Name eines Kölner Patriziergeschlechts, das aus der Goldgasse in Köln stammte und dieser auch den Namen gab.

Außerdem verdeutlicht Anton Fahne, dass es keinen Beweis gibt, dass die Familien Guldenhaupt, Guldenschaaf und sonstige ähnlich heißenden Familien aus den Aurei hervorgingen. Die Wappen der Familien würden eine Stammesverwandtschaft so gut wie ausschließen.

Etymologie Aurei leitet sich höchstwahrscheinlich von dem Plural der römischen Goldmünze „Aureus“ ab. Diese Theorie wird dadurch gestützt, dass der Stammvater der Aurei Wignand Aureus hieß. Daher wurde die „Stammgasse“ der Familie Aurei Goldgasse genannt.

Geschichte mini|Die Goldgasse heute. Links befindet sich der Musical Dome, im Hintergrund der Kölner Hauptbahnhof. Vor 1200 erfährt man im Schrein Martin von den Kindern des Wignand Aureus und der Hadewig. Diese erhielten nach dem Tod ihrer Eltern das Erbe in der Goldgasse:

Heribordus Aurei ⚭ Richmodis Elisabeth Aurei ⚭ Franco von Horn (de Cornu) Hadwig Aurei ⚭ Heidenricus Liveradis Aurei ⚭ Hermannus de Hoeberge Pomgardis Aurei ⚭ Willerus Getrud Aurei ⚭ Rudolphus

Heribordus hatte mit Richmodis zwei Kinder:

Franco Aurei Richmod Aurei ⚭ Brunonis Wallraf (Walrave)

Im 12. Jahrhundert erschien außerdem Hermannus Aureus (Cunza?) im Schrein Niederich.Robert Hoeniger (Hrsg.): Kölner Schreinsurkunden des zwölften Jahrhunderts: Quellen zur Rechts- und Wirthschaftsgeschichte der Stadt Köln (= Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde, zweiter Band, erste Hälfte), Eduard Weber’s Verlag, Bonn 1893, S. 163 (archive.org).

Literatur

Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Band 1, Heberle, Köln und Bonn 1848, S. 13 (hhu.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Kölner Patriziergeschlecht