Puchbach ist eine Ortschaft und gleichnamige Rotte in der Weststeiermark in der Stadtgemeinde Köflach im Bezirk Voitsberg in der Steiermark. Als Streusiedlung ist der Ort auch Teil der Marktgemeinde Maria Lankowitz und der Gemeinde Rosental an der Kainach. Für den zu Rosental an der Kainach gehörenden Teil des Ortes findet man auch die Schreibweise Rosental-Puchbach. Puchbach ist zugleich auch der Name einer Katastralgemeinde von Köflach. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Lage und Geographie Puchbach liegt im südlichen Teil der Stadtgemeinde Köflach, südlich des Stadtgebietes. Die zu Maria Lankowitz gehörende Streusiedlung liegt im östlichen Gemeindegebiet, südwestlich des Hauptortes. Der zu Rosental an der Kainach gehörende Teil von Puchbach liegt im südlichen Teil der Gemeinde, südlich des Hauptortes. Der Ort selbst liegt am nördlichen Ufer des Gößnitzbach und wird im Norden vom Lauf des Lankowitzbaches begrenzt, ehe dieser in den Gößnitzbach mündet. Puchbach liegt am Übergang der Erhebungen der Stubalpe zum Köflach-Voitsberger Becken.

Durch Puchbach verlaufen die Packer Straße (B 70), die Köflach mit Edelschrott verbindet sowie die St. Martiner-Straße (L346) die Pichling bei Köflach mit Sankt Martin am Wöllmißberg verbindet.

Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde bestehen neben der gleichnamigen Ortschaft Puchbach auch noch die Packer Siedlung und die Weggersiedlung.

Geschichte Bei Puchbach gab es in der Bronzezeit eine Siedlung. Aus der römischen Kaiserzeit sind einige Streufunde, ein Brandgrab, ein Grabstein sowie ein Verhüttungsplatz bekannt. Der heutige Ort Puchbach geht auf eine hochmittelalterliche Rodungssiedlung zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1268/1269 im Rationarium Styriae als Puchpach. Weitere Erwähnungen datieren 1318 als Puehpach sowie schließlich um 1790 als Steuergemeinde Puchbach. Der Ortsname leitet sich dabei von einem ursprünglichen Gewässernamen ab, der sich vom mittelhochdeutschen Wort buoch für Buchenwald ableitet. Der Der Ortsname bedeutet also soviel wie Bach mit Buchenbestand.

Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörten die Bewohner Puchbachs im Verlauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Herrschaften. So hatten die Herrschaften Altenberg, Altkainach, Greißenegg (mit dem Ämtern Stadler und Wolfshuber), Kleinkainach (mit dem Mitteramt und dem Amt Piberstein), Lankowitz (mit dem Schleifferamt), Ligist, Piber (mit dem Amt Köflach), Plankenwarth (mit dem Amt Köflach), Puchbach, Reiteregg (mit dem Amt Gößnitz) sowie Rosental Untertanen im Ort. Die Bewohner gehörten zur Pfarrgült und der Kirchengült von St. Maria Magdalena von Köflach. Das Gerichtsgetreide gingen an die Herrschaft Obervoitsberg, welche auch die Richterrechte innehatte. Das Marchfutter wurde an die Herrschaft Lankowitz gereicht, während der Zehnt an Lankowitz, Greißenegg und Krems ging. Der Ort war Teil des Werbbezirks Lankowitz.

Mit der Konstituierung der freien Gemeinden im Jahr 1850 wurde der Puchbach eine freie Ortsgemeinde. Im Jahr 1919 scheiterte eine erste geplante Zusammenlegung mit Köflach aufgrund finanzieller Ursachen. Am 1. Jänner 1962 wurde die Gemeinde Puchbach aufgelöst und das Gemeindegebiet aufgeteilt. Der zentrale Teil kam zur Stadtgemeinde Köflach, während der nordwestliche Teil zu Maria Lankowitz kam und der östliche Teil nach Rosental an der Kainach eingemeindet wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur Puchbach ist land- und forstwirtschaftlich geprägt. Vor allem in der Zeit um 1840 war der Ackerbau von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung, da es hier besonders gute Getreideernten gab. Um 1840 lässt sich bei Puchbach auch noch Weinbau nachweisen, wobei der Wein nur in guten Jahren reifte. Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurde bei Puchbach Braunkohle abgebaut, wobei hier vor allem die Grube Piberstein von Bedeutung war.

Der Ort ist nach Köflach und Lankowitz eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Köflach und Maria Lankowitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten In Puchbach gibt es einige religiöse Kleindenkmäler die von regionalgeschichtlicher Bedeutung sind. Die Ungerhof- oder Eiserne-Hand-Kapelle wurde 1906 bis 1909 an der Stelle eines um 1750 aufgestellten Kreuzes auf einem angeblichen Pesthügel errichtet. Sie ist der Schmerzhaften Mutter Gottes geweiht und hat eine Messlizenz. Im Glockenturm hängen zwei Glocken. Einer Sage nach stand früher an dieser Stelle ein Wegweiser mit einer eisernen Hand die in den Gößnitzgraben zeigte. Bei dieser eisernen Hand könnte es sich um ein Rechtssymbol gehandelt haben, das auf eine Freiung hinwies oder als Grenzzeichen diente. Diese Hand wurde beim Bau der Kapelle an deren Außenwand befestigt. Die Moarmüller- oder Maria Hilf-Kapelle wurde 1886 errichtet. Um 1900 wurde die Adambauerkapelle erbaut.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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