Eberhard Vogler (* 15. November 1963) ist ein deutscher Fotograf, der in den Bereichen Landschafts-, Architektur-, Industrie- und Reisefotografie arbeitet. mini|Eberhard Vogler bei der Eröffnung „DIE GROSSE Kunstausstellung NRW 2025“ im Museum Kunstpalast Düsseldorf

Leben und Ausbildung Vogler wuchs im Wohnquartier Küllenhahn im Wuppertaler Stadtbezirk Cronenberg auf und begann im Jugendalter mit der Fotografie. Nach einer Ausbildung zum Technischen Zeichner und dem Abschluss an der Fachschule für Technik in Wuppertal, Fachrichtung Maschinenbautechnik, mit der Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Techniker“, setzte er seine fotografische Tätigkeit fort.

Von 2021 bis 2026 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Essen (HBK Essen) in der Künstlerklasse für Fotografie und Medien. Im Rahmen seiner akademischen Ausbildung wurde er 2024 mit dem Smart Gallery Award sowie 2025 als „Künstler des Jahres“ der Hochschule ausgezeichnet. Vogler lebt und arbeitet in Wuppertal.

Vogler ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), des BBK Bergisch Land sowie der VG Bild-Kunst.

Werk Künstlerisches Werk Ein zentraler Schwerpunkt von Eberhard Voglers Arbeit ist die fotografische Auseinandersetzung mit Kulturlandschaften und industriell geprägten Umgebungen. Seine Arbeiten werden in der Presse insbesondere im Hinblick auf das Spannungsverhältnis zwischen Natur, Architektur und menschengemachten Strukturen beschrieben.

Beachtung erhielt seine mehrjährige Dokumentation traditioneller Bauerngärten im Bergischen Land, die 2020 als Monografie im Bergischen Verlag veröffentlicht wurde. In seinen Arbeiten zur Architektur- und Industriefotografie thematisiert Vogler den Strukturwandel und die Ästhetik des Verfalls, wobei er insbesondere ehemalige Produktionsstätten im Ruhrgebiet sowie das Verhältnis zwischen Architektur und Natur dokumentiert.

2021 wurde Vogler mit einer Goldmedaille beim Vienna International Photo Award (VIEPA) in Wien ausgezeichnet. Arbeiten von ihm wurden im eMagazine der Royal Photographic Society (RPS) veröffentlicht und in mehreren Fachportfolios vorgestellt.

Vogler beteiligte sich an mehreren Gruppenausstellungen, darunter an der Großen Kunstausstellung NRW im Museum Kunstpalast in Düsseldorf (2018 und 2025) sowie im Osthaus Museum Hagen (2019).

Darüber hinaus realisierte er mehrere Einzelausstellungen, darunter Die Herausforderung des Augenblicks im Museum Camera Obscura in Mülheim an der Ruhr (2020), Spuren der Zeit in Wuppertal (2016) sowie Heimat-Heimat in der Fotogalerie Wallraf in Köln (2010).

Rezeption Die Arbeiten von Eberhard Vogler wurden in regionalen und überregionalen Medien sowie in der internationalen Fachpresse rezipiert. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung beschrieb seine Fotografien im Rahmen seiner Einzelausstellung im Museum Camera Obscura als Erkundung des „morbiden Charmes“ verlassener Orte, deren ästhetische Struktur erst durch den fotografischen Blick sichtbar werde.

Die Rheinische Post hob im Zusammenhang mit seiner Einzelausstellung in Gerresheim (2024) das “komplexe Spannungsverhältnis zwischen Architektur, meist im morbiden Zustand, und Natur” als zentrales Merkmal seines Werks hervor. Voglers Arbeiten werden als konsequent auf Gegensätze ausgerichtet beschrieben und im Kontext seiner Beteiligung an der Großen Kunstausstellung NRW 2018 erwähnt.

In einem weiteren Bericht der Rheinischen Post über eine Gruppenausstellung im Kunsthaus Mettmann ordnet Kuratorin Monika Kißling Voglers Arbeiten als Teil einer Schau, die durch eine “schöne Rationalität” geprägt sei. Hervorgehoben wurde sein Verzicht auf digitale Nachbearbeitung und sein wiederkehrendes Motiv, die Spuren menschlicher Eingriffe in der Natur sichtbar zu machen.

Das Solinger Tageblatt berichtete anlässlich der Gruppenausstellung DOPPEL:PUNKT in der Galerie SK Solingen (2023) über Voglers Fotografien als Arbeiten, die Zukunftsperspektiven sichtbar machen.

Die Royal Photographic Society(RPS) veröffentlichte zwischen 2020 und 2022 mehrfach Portfolios und Artikel über Voglers Werk, darunter einen ausführlichen Bericht über das Bauerngartenprojekt (April 2020) sowie eigenständige Präsentationen in den Ausgaben Q1/2021, Q1/2022 und Q4/2022 ihres internationalen eMagazines.

Gruppenausstellungen 2015: 543 m² offen, Neuer Kunstverein Wuppertal e.V. 2018: Die Große Kunstausstellung NRW, Museum Kunstpalast, Düsseldorf 2019: Beispiel ist alles!, Osthaus Museum Hagen, Hagen 2020: Zukunft Jetzt! Industriefotografie, LWL-Industriemuseum TextilWerk Bocholt 2022: Klare Kante, BBK-Landeskunstausstellung NRW, Dortmunder U, Dortmund 2023: Betrachtungsweisen, Kunsthaus Mettmann 2023: DOPPEL:PUNKT, Galerie SK, Solingen 2025: Die Große Kunstausstellung NRW, Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Einzelausstellungen 2010: Heimat-Heimat, Fotogalerie Wallraf, Köln 2016: Spuren der Zeit, Kultur im Kontor, Wuppertal 2020: Die Herausforderung des Augenblicks, Museum Camera Obscura, Mülheim an der Ruhr 2024: So weit, so gut, Produzentengalerie Art Room, Gerresheim/Düsseldorf 2025: Die Freuden der Leidenschaft, H6 Haus Hildener Künstler, Hilden

Auszeichnungen 2021: Goldmedaille, Vienna International Photo Award (VIEPA), Wien 2024: Smart Gallery Award, HBK Essen 2025: Künstler des Jahres, HBK Essen

Publikationen Bauerngärten im Bergischen Land. (Fotos: Eberhard Vogler, Texte: Karin Grunewald), Bergischer Verlag, Remscheid 2020, ISBN 978-3-945763-17-9. Farmgarden in the Bergisches Land. In: Royal Photographic Society eMagazine, Bristol, April 2020. Portfolio Eberhard Vogler. In: Royal Photographic Society Germany eMagazine (Ausgaben Q1/2021, Q1/2022, Q4/2022).

Weblinks Offizielle Website von Eberhard Vogler

Einzelnachweise

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