Der 71. Eurovision Song Contest (ESC) soll zwischen dem 11. und 15. Mai 2027 in Burgas (Bulgarien) stattfinden, nachdem Dara mit Bangaranga den Eurovision Song Contest 2026 in Wien gewonnen hat. Es wäre die erste Austragung des ESC in Bulgarien.
Organisation Der Eurovision Song Contest 2027 wird vom Bulgarischen Nationalen Fernsehen (BNT) im Auftrag der Europäischen Rundfunkunion (EBU) organisiert.
Austragungsort Die Generaldirektorin von BNT, Milena Milotinowa, erklärte in der Siegerpressekonferenz nach dem Finale 2026, dass der Sender den ESC 2027 in Bulgarien ausrichten werde.
Bewerbungsverfahren
BNT führte, wie in den Vorjahren, ein Bewerbungsverfahren für Städte durch. Zu den Anforderungen an einen Austragungsort gehörten unter anderem:
eine Halle für mindestens 10.000 Zuschauer ein Pressezentrum für mindestens 1.000 Journalisten 3.000 reservierte Hotelbetten im Umkreis von 30 Fahrminuten für die teilnehmenden Delegationen ein internationaler Verkehrsflughafen
Das Bewerbungsverfahren wurde am 8. Juni 2026 eröffnet; Bewerbungsschluss war der 3. Juli 2026. Die vier größten Städte Bulgariens reichten eine Bewerbung ein: Stadt Austragungsort max. Kapazität(Konzerte) Bemerkungen Burgas Arena Burgas 15.000 Sofia Arena Sofia 18.000 Austragungsort des Junior Eurovision Song Contest 2015 Nicht berücksichtige Bewerbungen Plowdiw nicht bekanntgegeben Warna nicht bekanntgegeben
Am 13. Juli 2026 gab BNT bekannt, dass die Entscheidung zwischen Burgas und Sofia fallen wird. Genau einen Monat später wurde am 13. August 2026 bekanntgegeben, dass Burgas der Austragungsort sein soll.
Kosten Die bulgarische Regierung hat angekündigt, den ESC 2027 aus dem Staatshaushalt finanzieren zu wollen. Es wurde eine behördenübergreifende Arbeitsgruppe unter der Leitung von Vizepremierminister Iwo Christow eingerichtet, um die Vorbereitungen für den Wettbewerb zu unterstützen.
Christow rechnet mit Kosten von 20–30 Mio. Euro für die Ausrichtung des ESC 2027 in Bulgarien.
Regeländerungen Mitte August 2026 wurden von der Reference Group des Eurovision Song Contest mehrere Regeländerungen bzw. -konkretisierungen auf den Weg gebracht.
Austragungsort Derjenige Rundfunk, der den Wettbewerb gewinnt, kann von der Austragung des folgenden Wettbewerbes ausgeschlossen werden, sofern ein bewaffneter Konflikt, eine empfindliche geopolitische Situation oder eine andere Situation die Sicherheit oder Stabilität des Landes oder der unmittelbaren Region beeinträchtigt. Sofern erforderlich, kann die EBU eine Sicherheitsbewertung dieser Region vornehmen und nach Rücksprache mit der Reference Group bestimmen, ob der beauftragte Rundfunk den Wettbewerb durchführen kann.
Im Falle, dass der Rundfunk den Wettbewerb nicht austragen kann, wird dieses Recht auf einen anderen Rundfunk innerhalb der EBU übertragen. Dieser neue Rundfunk erhält alle Rechte und Pflichten, die sich mit der Austragung des Wettbewerbes ergeben. Eine Austragung im Namen des tatsächlichen Gewinners, wie sie 2023 stattfand, ist nicht vorgesehen. Zum damaligen Zeitpunkt war der ukrainische Rundfunk UA:Suspilne gemeinsam mit der BBC für die Austragung des Wettbewerbes verantwortlich, der im Sendegebiet des britischen Senders stattfand.
Halbplayback Das Regelwerk wurde dahingehend konkretisiert, dass nur der Interpret eines Beitrages die Hauptmelodie live singen darf. Eine vorherige Aufzeichnung des Begleitgesanges ist nach wie vor gestattet, doch diese darf den Livegesang nicht ersetzen oder übermäßig unterstützen. Die Konkretisierung soll sicherstellen, dass der Leadgesang vom Publikum erkannt werden kann.
Alter der Interpreten Interpreten müssen am Tage ihrer ersten Probe mindestens 18 Jahre alt sein. Zuvor galt eine Altersgrenze von 16 Jahren, die 1990 eingeführt wurde. Mit der Regeländerung sollen jüngere Interpreten vor dem Druck geschützt werden, der mit der Teilnahme am Eurovision Song Contest einhergehe.
Teilnehmer mini|258x258px|
Am ESC teilnahmeberechtigt sind alle aktiven Vollmitglieder der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Assoziierte Mitglieder der EBU können auf Einladung an EBU-Veranstaltungen teilnehmen. Beim ESC gilt dies seit 2015 für SBS aus Australien.
Die Anmeldefrist lief bis zum 15. September 2026. Bis Mitte Oktober 2026 haben die Sender die Möglichkeit, ihre Teilnahme ohne Vertragsstrafe wieder zurückzuziehen.
Bestätigte Teilnehmer Bis zum 28. September 2026 haben 30 Länder ihre Teilnahme am Wettbewerb öffentlich bestätigt. Die Niederlande kehren nach einem Jahr, Nordmazedonien erstmals seit 2022 wieder zum ESC zurück.
Am 1. Juli 2026 gab die EBU bekannt, dass Kanada erstmals am Eurovision Song Contest teilnehmen wird. CBC/Radio-Canada war zuvor nach einer Änderung der Statuten als erstes amerikanisches Vollmitglied in die EBU aufgenommen worden. Es wäre das erste Debüt eines Landes seit Australien im Jahr 2015.
Halbfinale Land Sender Interpret Lied Nationaler Vorentscheid SBS VRT interne Auswahl DR TBD 13. Februar 2027 Dansk Melodi Grand Prix 2027 ERR TBD 30. Januar 2027 Eesti Laul 2027 Yle TBD 20. Februar 2027 Uuden Musiikin Kilpailu 2027 GPB ERT Ethnikos Telikos 2027 Kan HaKokhav HaBa 2027 CBC Nationaler Vorentscheid (Interpret)interne Auswahl (Lied) HRT Dora 2027 LSM TBD 6. Februar 2027 Supernova 2027 LRT TBD 20. Februar 2027 Eurovizija.LT 2027 RTL TBD 30. Januar 2027 Luxembourg Song Contest 2027 PBS Malta Eurovision Song Contest 2027 RTCG NPO interne Auswahl MRT NRK Melodi Grand Prix 2027 ORF interne Auswahl TVP Nationaler Vorentscheid TVR Selecția Națională 2027 SMRTV TBD 6. März 2027 San Marino Song Contest 2027 SVT TBD 13. März 2027 Melodifestivalen 2027 SRG SSR interne Auswahl UA:PBC Nationaler Vorentscheid CyBC
Finale Die sogenannten Big Five, das heißt die fünf größten Teilnehmerländer des ESC (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich) sowie das Gastgeberland Bulgarien sind automatisch für das Finale qualifiziert, wenn sie teilnehmen. Land Sender Interpret Lied Nationaler Vorentscheid BNT SWR TBD Februar 2027 Das Deutsche Finale 2027 Rai TBD 19. Februar 2027 Sanremo-Festival 2027 BBC
Teilnahmeberechtigte EBU-Mitglieder : Radio Televizioni Shqiptar (RTSH) veranstaltet auch 2026 das Festivali i Këngës, welches traditionell als albanischer Vorentscheid fungiert. Eine offizielle Teilnahmebestätigung des Senders steht allerdings noch aus. : Die Delegationsleiterin von Teleradio-Moldova (TRM) für den ESC, Veronica Cojocaru, erklärte Anfang Oktober 2026, dass die Entscheidung über eine Teilnahme am Wettbewerb 2027 „in den nächsten Tagen“ von der neu ins Amt gekommenen Generaldirektorin des Senders, Ecaterina Cheptănaru, getroffen werde. Der vorherige Generaldirektor Vlad Țurcanu war nach dem ESC 2026 zurückgetreten, weil die moldauische Jury im Finale nur drei Punkte an Rumänien gegeben hatte. : Im Juni 2026 wurde berichtet, dass der monegassische Sender TVMonaco sich noch nicht mit einer möglichen Teilnahme am ESC 2027 beschäftigt habe. : Der Programmleiter von Rádio Slovensko, das Teil von Slovenská televízia a rozhlas (STVR) ist, erklärte gegenüber der tschechischen Zeitung Deník N, dass er „überzeugt“ sei, dass das Land „eines Tages“ zum ESC zurückkehren werde. Man müsse aufgrund der finanziellen Lage aber das „Preis-Leistungs-Verhältnis“ einer Teilnahme beachten. Die Slowakei nahm zuletzt 2012 am ESC teil. : Der slowenische Sender Radiotelevizija Slovenija (RTVSLO) erklärte im September 2026, dass man sich in Gesprächen mit der EBU bezüglich einer möglichen Teilnahme am ESC 2027 befinde, wobei „die finanziellen Möglichkeiten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt eine wichtige Einschränkung darstellen“ würden. Slowenien hatte sich aufgrund der Teilnahme Israels vom ESC 2026 zurückgezogen. : Der Präsident von RTVE, José Pablo López, erklärte am 22. September 2026, dass er dem Verwaltungsrat des Senders empfehlen werde, auch 2027 nicht am ESC teilzunehmen. Man begrüße zwar die geplanten Regeländerungen, wolle aber weiterhin nicht gemeinsam mit dem israelischen Sender Kan am Wettbewerb teilnehmen. Die endgültige Entscheidung des Verwaltungsrates steht noch aus. : Das Nachrichtenportal Aktuálně.cz berichtete Ende September 2026 unter Berufung auf verschiedene Quellen, dass Česká televize (ČT) sich im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms 2027 vom ESC zurückziehen werde. Der Sender wollte dies nicht kommentieren; zudem stehe die finale Ausgestaltung der Sparmaßnahmen noch nicht fest. : Der kommissarische Direktor von MTVA, András Horváth, gab Anfang September 2026 bekannt, dass er sich mit der EBU auf eine Reduktion der Teilnahmegebühren und eine Verlängerung der Anmeldefrist bis zum 7. Dezember geeinigt habe. Eine endgültige Entscheidung über eine ESC-Teilnahme könne aber erst von der noch zu bestellenden festen Geschäftsführung des neuen ungarischen Rundfunks Magyar Rádió és Televízió getroffen werden. Ungarn nahm zuletzt 2019 am ESC teil.
Aus folgenden Ländern mit aktiven EBU-Vollmitgliedern liegen noch keine Informationen zu einer möglichen Teilnahme am ESC 2027 vor: Teilnehmer 2026 Ehemalige Teilnehmer Andere EBU-Mitglieder
Andere Länder : Die geschäftsführende Direktorin von Radio Televizioni i Kosovës (RTK), Zana Spahiu, hat in einem Brief an die EBU erneut die Zulassung des Senders zum ESC beantragt. Sie hoffe zudem, dass man von neuen Mitgliedschaftsmodellen profitieren könne, welche die EBU bei ihrer Generalversammlung Ende Juni 2026 beschloss. Eine Mitgliedschaft von RTK in der EBU und somit auch eine ESC-Teilnahme des Kosovos scheitern bislang an der fehlenden Mitgliedschaft des Landes in der Internationalen Fernmeldeunion (ITU).
Nicht-Teilnehmer Absage und daher keine Rückkehr zum ESC Land Grund und Bemerkungen letzte Teilnahme Ràdio i Televisió d’Andorra (RTVA) erklärte am 6. Juli 2026, dass man auch 2027 nicht am ESC teilnehmen werde. Genauere Gründe für diese Entscheidung wurden nicht genannt. In der Vergangenheit hatte der Sender angegeben, dass eine Teilnahme nicht in seine redaktionelle Linie passe. 2009 Bosanskohercegovačka radiotelevizija (BHRT) steht seit 2016 aufgrund ausstehender Zahlungen unter Sanktionen der EBU und ist deshalb von deren Programmen, darunter auch dem ESC, ausgeschlossen. Der Grund der Zahlungsunfähigkeit liegt darin, dass RTRS seit 2017 seiner gesetzlichen Pflicht nicht nachkommt, 50 % des Rundfunkbeitrags in der Republika Srpska an BHRT zu überweisen. Am 12. Juni 2026 erklärte BHRT, dass man deshalb auch 2027 nicht am ESC teilnehmen werde. 2016 Raidió Teilifís Éireann (RTÉ) gab am 17. September 2026 bekannt, dass Irland sich aufgrund der Teilnahme Israels auch 2027 nicht am ESC beteiligen werde. 2025 Der Verwaltungsrat von Ríkisútvarpið (RÚV) beschloss am 30. September 2026, dass Island aufgrund der Teilnahme Israels auch den ESC 2027 boykottieren werde. 2025
EBU-Mitglied suspendiert Land Grund und Bemerkungen letzte Teilnahme Am 1. Juli 2021 suspendierte die EBU die Mitgliedschaft des belarussischen Staatsfernsehens BTRC aufgrund der politischen Situation im Land und der Instrumentalisierung des Senders durch die Regierung. Dadurch ist eine Teilnahme am ESC nicht möglich. 2019 Am 26. Mai 2022 wurden die russischen Staatssender Perwy kanal und WGTRK als Reaktion auf den Überfall auf die Ukraine von der EBU suspendiert. Eine Teilnahme am ESC ist somit ausgeschlossen. 2021
Nationale Vorentscheidungen Deutschsprachige Länder Belgien Für die belgische Teilnahme ist 2027 turnusgemäß der Rundfunk der Flämischen Gemeinschaft, Vlaamse Radio- en Televisieomroeporganisatie (VRT), zuständig. Dieser wählt seinen Beitrag erstmals seit 2021 wieder intern aus.
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