Krupin (deutsch Krapen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.

Geographische Lage Krupin liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 19 Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 22 Kilometer südlich der Kreimetropole Elbląg.

Geschichte Die Landgemeinde Krapen,Dietrich Lange: Krapen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) seinerzeit u. a. auch Craupin genannt, bestand schon zu Ordenszeit. Sie wurde am 1. Mai 1323 in der Handfeste für Blumenberg genannt, als der preußische Landmeister Friedrich von Wildenberg Teile des Feldes Craupin vom alten Kämmerer Albrecht an dessen Bruder Stenlo verlieh.Geschichtliches Ortsverzeichnis: Krapen (Landkreis Preußisch Holland) 1437 fand sich außerdem ein Eintrag von Crepin im Zinsbuch des Ordens. Von 1626 bis 1648 wurde Oswald von Reibniz als Besitzer auf Krapen genannt.

Im Jahre 1785 galt Krapen als ein köllmisches Dorf mit 14 Feuerstellen, im Jahre 1820 als ebensolches bei nunmehr 104 Einwohnern.

Als 1874 der Amtsbezirk Königlich Blumenau im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, wurde die Landgemeinde Krapen eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Jankendorf/Königlich Blumenau/Königsblumenau

Am 5. April 1897 wurden aus der Landgemeinde Krapen die beiden Gutsbezirke Krapen I und Krapen II gebildet, die direkt nebeneinander liegend weiterhin zum Amtsbezirk Königlich Blumenau gehörten, und am 20. Oktober 1909 wurden der Gutsbezirk Krapen I in Ober KrapenDietrich Lange: Ober Krapen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) und der Gutsbezirk Krapen II in Unter KrapenDietrich Lange: Unter Krapen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) umbenannt.

Schließlich entsteht am 30. September 1928 wieder wie vor 1897 die Landgemeinde Krapen, als nämlich die Gutsbezirke Ober Krapen und Unter Krapen sich mit dem Gutsbezirk Kerschitten zur neuen Landgemeinde Krapen zusammenschlossen. Diese gehörte ab 1931 zum umbenannten Amtsbezirk Königsblumenau. Im Jahre 1933 zählte sie insgesamt 164, im Jahre 1939 192 Einwohner.

In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Krapen erhielt die polnisches Namensform „Krupin“, kurzzeitig aus historischen Gründen zusätzlich auch in Krupin Gorny für Ober Krapen und Krupin Dolny für Unter Krapen unterteilt. Das Dorf ist heute eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. in Krupin waren im Jahre 2021 114 Einwohner gemeldet.

Religion Bis 1945 gehörten Krapen wie zwischenzeitlich auch die Gutsbezirke Krapen I/Ober Krapen und Krapen II/Unter Krapen zum Sprengel Blumenau der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde im Kirchenkreis Preußisch Holland in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 470 außerdem zur römisch-katholischen Pfarrei in Christburg im Dekanat Stuhm des damaligen Bistums Ermland.

Heute ist Krupin evangelischerseits zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk hin orientiert, einer Filialkirche der Pfarrei in Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, und katholischerseits weiterhin zu Dzierzgoń, jetzt dem gleichnamigen Dekanat, nun aber im Bistum Elbląg gelegen, zugeordnet.

Verkehr Krupin liegt an der verkehrsreichen Woiwodschaftsstraße 527, die Dzierzgoń mit den Städten Pasłęk, Morąg und Olsztyn verbindet. Eine von Wopity über Kiersity kommende Nebenstraße endet in Krupin.

Ein Anschluss an den Bahnverkehr hat Krupin nicht. Von 1893 bis 1945 war Königlich Blumenau, ab 1931: Königsblumenau die nächste Bahnstation im Abschnitt Elbing–Miswalde der Bahnstrecke von Elbing nach Hohenstein, die heute nicht mehr existiert.

Einzelnachweise

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