Das Bürerhorn ist ein Berg im Juragebirge im Schweizer Kanton Aargau. Es zählt zu den höchsten Bergen im Tafeljura.

Geographie Das Bürerhorn steht im Jurapark Aargau in der Bergzone zwischen dem Aaretal und dem Fricktal und in der Mitte des Landschaftsschutzgebiets «Aargauer Tafeljura», das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet ist.Objektblatt «Aargauer Tafeljura» im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Die markante Erhebung ist knapp weniger hoch als der gut einen Kilometer entfernte, im Südosten gelegene Geissberg und mit diesem über den rund 95 Meter tiefen Bergsattel Schartenegg verbunden. Das Bürerhorn selbst dominiert in der näheren Umgebung einige andere, weniger hohe Berge, so den Laubberg im Norden, das Hottwilerhorn im Osten und die Oberegg im Süden.

Das Bürerhorn ragt etwa 250 Meter über das Dorf Büren empor, das im Tal westlich des Berges liegt und zur Gemeinde Gansingen im Bezirk Laufenburg gehört. Die langgezogene Gipfelzone mit dem höchsten Punkt auf und der grösste Teil des Bergkegels befinden sich ebenfalls im Gemeindeareal von Gansingen; nur der untere Teil der steilen Nordostflanke liegen im Gebiet von Hottwil in der Gemeinde Mettauertal, die auch dem Bezirk Laufenburg angehört.

Der auf der Nordwestseite steil abfallende Berg ist geologisch gesehen ein Bruchstück eines infolge der Alpenbildung von Süden auf die nächsten Schollen des Tafeljuras aufgeschobenen Schichtpakets. Die oberen Felspartien bestehen aus Hauptrogenstein.

Südlich des Berges entspringt der Bürerbach und nordöstlich der Sparbergbach, ein Nebenbach des Hottwilerbachs. Die Westflanke wird vom Leimebächli und vom Bisletenbächli entwässert, die beide zum Bürerbach hinunterfliessen. Dieser vereinigt sich bei Mettau mit dem Hottwilerbach zum Etzgerbach, der rund drei Kilometer weiter in den Rhein mündet.

Auf der Südseite des Bürerhorns verläuft die Hauptstrasse 277 (Kantonsstrasse 287), die neben dem Geissberg den Bürersteig überquert. Auf diesem Pass zweigt die Strasse nach Hottwil ab, die über den Sattel östlich des Bürerhorns führt.

Flora Der Berg ist auf der Südseite, an der Hornhalde, fast ganz von Wald bedeckt; die unteren, nur sanft ansteigenden Hänge bei Büren sind gerodet und werden landwirtschaftlich genutzt, während der obere, teilweise sehr steile Bereich bis zum Gipfel bewaldet ist. Die Wälder sind mit Forststrassen erschlossen. Auf der hochgelegenen, gegen Süden abfallenden Ebene südlich des Gipfelgrats liegen im Wald zwei Rodungsflächen mit landwirtschaftlicher Nutzung. Eine 3,8 Hektaren grosse Waldfläche auf der Westseite ist als kantonales Naturwaldreservat «Liechtberg» ausgewiesen.Naturwaldreservat «Liechtberg», Nr. 160_AG_W60.

Ein Gebiet am Bergsattel nördlich des Bürerhorns ist als Trockenwiese mit der Bezeichnung Naturschutzgebiet Laubberg im Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung registriert.Objektblatt «Laubberg» im Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung.

Geschichte Am Bürerhorn befinden sich Reste von militärischen Anlagen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die zur Sperrstelle Villigen gehörten.

Weblinks

Bürerhorn auf hikr.org

Einzelnachweise

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