mini|alt=Schwarzweißporträt|Jan Gajdoš (1928) Jan Gajdoš (* 27. Dezember 1903 in Brünn; † 19. November 1945 ebenda) war ein tschechoslowakischer Kunstturner. Er gewann eine olympische Silbermedaille und fünf Weltmeistertitel.

Karriere Jan Gajdoš war ein vielseitiger Sportler, der neben dem Turnen auch in der Leichtathletik, im Wasserspringen, im Skilauf, im Eiskunstlauf, im Handball und im Fußball aktiv war.Angabe nach Olympedia

Er stand im Aufgebot der tschechoslowakischen Turnmannschaft für die Olympischen Spiele 1924, kam aber nicht zum Einsatz. Bei den Weltmeisterschaften 1926 in Lyon gehörte Gajdoš zum erfolgreichen Team, die Tschechoslowaken siegten vor den Jugoslawen und den Franzosen. Am Barren gewann Gajdoš die Silbermedaille hinter seinem Mannschaftskameraden Ladislav Vácha und vor dem Jugoslawen Leon Štukelj. Eine zweite Silbermedaille erturnte er am Seitpferd, Jan Karafiát, Gajdoš und Vácha sorgten für einen tschechoslowakischen Dreifachsieg.Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften bei sport-komplett.de

1928 bei den Olympischen Spielen in Amsterdam gehörten Gajdoš und Vácha zur tschechoslowakischen Riege, die die Silbermedaille hinter der Mannschaft aus der Schweiz erkämpfte. Im Einzelmehrkampf war Vácha als Neunter bester Turner seiner Mannschaft vor Emanuel Löffler auf dem zehnten Rang. Gajdoš war 13. und Josef Effenberger 14. Am Barren siegte Vácha, Gajdoš erreichte gleichauf mit zwei weiteren Turnern den vierten Platz. Zweitbestes Gerät für Gajdoš waren die Ringe, an denen er auf einen geteilten achten Platz kam.

1930 bei den Weltmeisterschaften in Luxemburg siegte erneut die tschechoslowakische Mannschaft. Im Einzelmehrkampf siegte der Jugoslawe Josip Primožič vor Gajdoš und Löffler. An den Ringen erturnten die Tschechoslowaken einen Dreifachsieg: Emanuel Löffler gewann vor Bedřich Šupčík und Jan Gajdoš. Eine zweite Bronzemedaille erhielt Gajdoš am Seitpferd hinter den beiden Jugoslawen Josip Primožič und Petar Sumi. An den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles nahmen keine Turner aus der Tschechoslowakei teil. Bei den Weltmeisterschaften 1934 in Budapest belegte die Riege aus der Tschechoslowakei den zweiten Platz hinter den Schweizern.

Acht Jahre nach seiner ersten Olympiateilnahme gehörte Jan Gajdoš auch bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin zur Riege der Tschechoslowakei, die den vierten Platz hinter den Mannschaften aus Deutschland, der Schweiz und Finnland belegte. Im Mehrkampf belegte er als viertbester Turner seiner Riege den 27. Platz. Seine beste Platzierung an einem Einzelgerät war der 13. Rang im Bodenturnen.

1938 war Prag Austragungsort der letzten Weltmeisterschaften vor dem Zweiten Weltkrieg. In Abwesenheit der Deutschen siegte die Riege aus der Tschechoslowakei vor den Schweizern und den Jugoslawen. Jan Gajdoš siegte im Mehrkampf vor seinem Landsmann Jan Sládek und dem Schweizer Eugen Mack. Eine weitere Goldmedaille gewann er am Boden vor Eugen Mack und seinem Mannschaftskameraden Alois Hudec.

Im Zweiten Weltkrieg gehörte der Pädagoge Jan Gajdoš zum tschechoslowakischen Widerstand. 1943 wurde er verhaftet und zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde nicht gleich vollstreckt und Gajdoš nahm 1945 am Todesmarsch ins Arbeitslager Zwickau teil. Er überlebte den Marsch, starb aber noch im gleichen Jahr an den Folgen.Angaben nach Olympedia

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Fußnoten

Kategorie:Turner (Tschechoslowakei) Kategorie:Weltmeister (Turnen) Kategorie:Olympiateilnehmer (Tschechoslowakei) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1928 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1936 Kategorie:Sportler (Brünn) Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Geboren 1903 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann