mini|Lage von Auchindoir and Kearn in Aberdeenshire Auchindoir and Kearn ist ein Civil Parish in der schottischen Council Area Aberdeenshire.Parish of Auchindoir and Kearn im Gazetteer for Scotland

Geschichte Ursprünglich handelte es sich um die separaten Parishes Auchindoir und das kleinere Kearn. Diese wurden 1811 zum vorliegenden Parish verschmolzen, wobei Kearn zuvor seit 1722 Teil des Parishs Forbes and Kearn gewesen war (Forbes ging hingegen in Tullynessle and Forbes auf).The New Statistical Account of Scotland, Band 12, William Blackwood &Sons, Edinburgh, 1845, S. 406–414. (Digitalisat)Auchindoir and Kearn in: Francis H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885.

Die Namensherkunft von Auchindoir ist umstritten und leitet sich nicht von Ortschaften ab. Die häufig angeführte Herleitung von auch an toir („Feld der Jagd“) bezieht sich auf das Feld, über das der schottische König Lulach (1057–1058) gejagt (und schließlich durch Malcolm getötet) worden sein soll, nachdem ihm ein Hinterhalt gestellt worden war. Diese Herleitung erscheint jedoch weder historisch (Lulach wurde vermutlich nahe dem nahegelegenen Rhynie ermordet) noch linguistisch haltbar. Wahrscheinlicher erscheint die Ableitung von Dabhach an dobhair („Davoch [ein altes viehwirtschaftliches Flächenmaß] am Wasser“), das sich auf die vier Quellbäche des Bogie beziehen könnte, welche das Wirtschaftsgebiet durchfließen.Auchindoir in: James MacDonald: Place names of West Aberdeenshire, Aberdeen 1900, S. 28–29. (Digitalisat) Auch die Herleitung von Kearn ist nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass es sich um eine Verschleifung von Cairn handelt und sich auf die verschiedenen Cairns und als Cairn benannte Hügel in der Region bezieht.Kearn in: James MacDonald: Place names of West Aberdeenshire, Aberdeen 1900, S. 222. (Digitalisat)

mini|hochkant|Druminnor Castle Die ehemalige Pfarrkirche (St Mary’s Church) mit der nebenliegenden Motte wurde erstmals 1239 urkundlich erwähnt. Sie war bis um 1809 in Nutzung. Die 1811 errichtete neue Pfarrkirche wurde 1845 als gut gelegen, jedoch zu klein für die Gemeinde beschrieben. Um 1440 wurde das Tower House Druminnor Castle errichtet. Bei dem heutigen Wohnturm handelt es sich um einen Neubau aus den 1570er Jahren. Das nahegelegene Craig Castle stammt hingegen aus dem 16. Jahrhundert. Bei dem Hauptort Lumsden handelt es sich um eine Plansiedlung aus dem Jahre 1825.Lumsden im Gazetteer for Scotland

Einwohnerzahlen Jahr 1801 1811 1821 1831 1841 1851 1861 1871 1881 1891 1901 1911 1921 1931 1951 1961 1971 2022 EinwohnerScotland Census 1911, S. 167–180. (Digitalisat)Auchindoir and Kearn Parish : Total Population, visionofbritain.org.ukScotland Census 2022 739Summe aus den beiden Parishes 780 889 1030 1188 1369 1593 1545 1514 1374 1216 1058 994 834 767 651 519 575 MännerAuchindoir and Kearn Parish : Males & Females, visionofbritain.org.uk 360 362 430 509 587 671 728 699 682 611 510 480 427 348 Frauen 379 418 459 521 601 698 817 815 692 605 548 514 407 419

Von den 1058 im Jahre 1911 verzeichneten Personen waren 510 männlichen und 548 weiblichen Geschlechts. Sie teilten sich auf 267 Familien auf. Von den 280 verzeichneten Häusern waren 256 bewohnt.

mini|Hügelige Region im Nordwesten mit zahlreichen Gehöften Lage und Beschreibung Der Parish Auchindoir and Kearn, liegt im Westen der Council Area beziehungsweise der traditionellen Grafschaft Aberdeenshire. Hauptort und einzige wesentliche Siedlung innerhalb der Parishgrenzen ist Lumsden. Die Ortschaften Edinbanchory, Cushnie und Cottown sind zu Einzelgehöften reduziert und faktisch wüst gefallen. Östlich von Craig Castle markiert der Zusammenfluss des Burn of Craig und des Burn of Contlach die Entstehung des Bogie. Der Don markiert einen Teil der Südostgrenze des Parishs. Innerhalb der Parishgrenzen befinden sich keine signifikanten Seeflächen. Auchindoir and Kearn liegt östlich der Cairngorms. Während seine gesamte Fläche als hügelig beschrieben ist, steigt das Land zum Osten hin zu den Correen Hills an. Deren höchste Kuppe, der 518 Meter hohe Lord Arthur’s Hill, markiert die Grenze zum Nachbarparish. Der höchste Punkt von Auchindoir and Kearn ist jedoch die Kuppe des 721 Meter hohen Buck of Cabrach an der Westgrenze.Karte der Ordnance Survey

Im Westen herrschen moorige Regionen von geringer landwirtschaftlicher Nutzbarkeit vor. Hingegen sind die lehmigen Schwemmebenen entlang der Bäche und Flüsse intensiv landwirtschaftlich genutzt. Insbesondere die höheren Hügel sind mit Lärchen-, Tannen-, Fichten- und Birkenwäldern bestanden, die im späten 19. Jahrhundert als „jung“ bezeichnet wurden und daher einer Wiederaufforstungsmaßnahme entstammen könnten. Alter Wald tritt entlang des Dons auf. Es steht im Wesentlichen heller Sandstein ein, der teilweise von guter Qualität ist und gebrochen wurde. In den Correen Hills wurde auch anstehender Schiefer abgebaut.

Es umgeben die Parishes Clatt, Kildrummy, Rhynie und Tullynessle and Forbes sowie Cabrach in der benachbarten Council Area Moray. Der Parish umfasst eine Fläche von 61,9 Quadratkilometern. Hauptverkehrsstraßen sind die durch Lumsden führende A97 und die bei Edinbanchory einmündende A944.

Einzelnachweise

Weblinks

Records for Auchindoir and Kearn, scotlandspeople.gov.uk

Kategorie:Civil Parish in Aberdeenshire