mini|Verbreitungsgebiet der Graurücken-Musendrossel

Die Graurücken-Musendrossel (Catharus fuscater) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Der Vogel kommt in Bolivien, Costa Rica, Ecuador, Kolumbien, Panama, Peru und Venezuela vor.

Im Jahre 2023 wurde eine Aufspaltung des Catharus fuscater-Komplexes in zahlreiche Arten vorgeschlagen,M. R. Halley, T. A. Catanach, J. Klicka und J. D. Weckstein: (2023). Integrative taxonomy reveals hidden diversity in theCatharus fuscater (Passeriformes: Turdidae) complex in Central and South America. In: Zoological Journal of the Linnean Society, Band 199, S. 228–262, 2023, Academic.OUP PDF worüber im Mai 2026 von den verschiedenen Fachgesellschaften noch nicht entschieden worden ist. Demzufolge werden hier lediglich die bisherigen Unterarten vorgestellt.

Der Lebensraum umfasst das Unterholz in feuchten Wäldern, Elfenwald, Bergwald, gern entlang von Wasserläufen von 600–3300 m. ü. M.R. Garrigues, R. Dean: The Birds of Costa Rica. Ithaca: 2007. ISBN 978-0-8014-7373-9G. R. Angehr, R. Dean: The Birds of Panama. Ithaca: 2010 ISBN 978-0-8014-7674-7M. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0Thomas Scott Schulenberg, Douglas Forrester Stotz, Daniel Franklin Lane, John Patton O’Neill, Theodore Albert Parker III: Birds of Peru. Princeton University Press, 2007, ISBN 978-0-691-04915-1

Der Artzusatz kommt von und .J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Der Vogel ist 17–18 cm groß und wiegt 30–38 g, er ist eine kleine dunkel gefiederte Musendrossel mit den Merkmalen orangefarbener Schnabel, weiße oder blass-helle Iris und orangefarbenem Augenring sowie dunkel schiefergrauem Rücken. Die Kopfkappe ist schwärzlich, Kinn und Kopfseiten sind dunkel, die Stirn ist grau bis weiß. Die Kehle ist grau oder weiß, die Brust ist grau und ungefleckt, die übrige Unterseite ist weißlich, mitunter etwas gelblich überhaucht. Die Füße sind rot oder orangefarben. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht.

Die verwandte Amsel (Turdus merula) ist gleichfalls am Rücken dunkel, hat orangefarbenen Schnabel und ebensolche Orbitalhaut. Ähnlich sieht die allerdings größere und schwärzere Rußdrossel (Turdus nigrescens) aus, die aber ebenso wie der Maskenklarino (Myadestes melanops) keine helle Unterseite hat.

Die Andengraudrossel (Turdus nigriceps) ist größer, hat eine blassere und kräftig gestrichelte Kehle sowie Gelb an Schnabel und Füßen. Die Slatermusendrossel (Catharus maculatus) ist auf der Brust deutlich gefleckt.

In Mittelamerika gibt es keine verwechselbare Musendrossel, in Südamerika hat das Männchen der Blauaugendrossel (Turdus leucops) Ähnlichkeiten, ist aber ganz schwarz mit weißem Auge, außerdem größer, hat einen auffallenden Augenring und hält sich meist nicht im dichten Unterwuchs auf. Die Tropfenbrust-Musendrossel (Catharus dryas) kann durch ihre gelbliche gefleckte Unterseite und die Schwarzkopf-Musendrossel (Catharus mexicanus) durch den dunkel gefärbten Rücken und die nicht weiße Iris unterschieden werden. Alle diese genannten Arten haben unterscheidbare Lautäußerungen.M. R. Halley: Slaty-backed Nightingale-Thrush (Catharus fuscater), version 1.1. In: S. Schulenberg and S. M. Billerman (Herausgeber): Birds of the World. 2024, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Catharus fuscater

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List 15.2 ThrushesAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025HBW und BirdLife International: Handbook of the Birds of the World and BirdLife International digital checklist of the birds of the world, 2025, Version 10. Abgerufen am 30. Januar 2026 Catharus fuscater hellmayri , 1902H. H. C. L. Berlepsch: Catharus fuscater hellmayri. In: Beschreibung zweier neuer Drosselformen aus Südamerika. In: Ornithologische Monatsberichte, Band 10, S. 69, 1902, Biodiversity Library – Costa Rica und Westpanama, Oberseite schwärzlicher, Kehle mausgrau, Unterseite dunkler als die Nominatform Catharus fuscater mirabilis , 1912E. W. Nelson: Catharus fuscater mirabilis. In: Descriptions of new genera, species and subspecies of birds from Panama, Columbia and Ecuador. In: Smithsonian Miscellaneous Collections, Band 60, S. 2, 1912, Biodiversity Library – Ostpanama, wie Nominatform Catharus fuscater sanctaemartae , 1904R. Ridgway: Catharus fuscater sanctae-martae. In: Descriptions of seven new species and subspecies of birds from tropical America. In: Smithsonian Miscellaneous Collections, Band 47, S. 112, 1904, Biodiversity Library – Sierra Nevada de Santa Marta, Oberseite wie Nominatform, Unterseite weniger weiß Catharus fuscater fuscater (, 1845), Nominatform – Ostanden Kolumbiens südlich bis Westecuador und Westvenezuela Catharus fuscater opertaneus , 1955A. Wetmore: Catharus fuscater opertaneus. In: Further additions to the avifauna of Colombia. In: Novedades Colombianas, Band 2,S. 46, 1955, Westkolumbien (nördlicher Teil der Westanden), insgesamt brauner Catharus fuscater caniceps , 1924F. M. Chapman: Catharus fuscater caniceps. In: Descriptions of new birds from Ecuador, Colombia, Peru, and Bolivia. In: American Museum Novitates, Band 138, S. 14, 1924, Digitallibrary – Nordwesten und Mitte Perus, wohl auch Südwesten Ecuadors, Oberseite etwas heller, Unterseite weniger weiß als Nominatform Catharus fuscater mentalis & , 1876P. L. Sclater und O. Salvin: Catharus mentalis. In: On new species of Bolivian birds. In: Proceedings of the Zoological Society of London, 1876, Heft 2, S. 352, 1876, Biodiversity Library – Südostperu und Nordwestbolivien, Oberseite bräunlich überhaucht, Unterseite dunkler als die Nominatform

Von „Birds of the World“ und von der „Clements Checklist of Birds of the World“J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026 werden folgende weitere Unterarten abgegrenzt: Catharus fuscater arcanus , , & , 2023M. R. Halley, T. A. Catanach, J. Klicka und J. D. Weckstein (2023). Integrative taxonomy reveals hidden diversity in the Catharus fuscater (Passeriformes: Turdidae) complex in Central and South America. In: Zoological Journal of the Linnean Society, Band 199, S. 228–262, 2023, PDF – Serranía de Majé, Panama und entlang der Serranía del Darién bis Cerro Tacarcuna Catharus fuscater tenebris , , & , 2023 – Río Chinchipe Nordperu und Südostecuador Catharus fuscater berlepschi , 1887G. N. Lawrence: Catharus berlepschi. In: Description of a new species of bird of the genus Catharus, from Ecuador. In: Proceedings of the United States National Museum, Band 10, S. 503, 1887, Biodiversity Library – Westliche Anden in Ecuador Catharus fuscater nebulus , , & , 2023 – Östliche Andenhänge in Peru östlich des Río Marañón südlich bis Cusco und Junín von 1770 bis 2290 m.

Stimme Der Gesang wird als abwechslungsreiche, einfache Folge von klingenden rollenden Pfeiflauten, jeweils in unterschiedlicher Tonhöhe beginnend, zweiter Laut höher und lauter „tur-teeEE err-CHAY taa-TAY“ oder „tlee-dee, teedle-doo“ beschrieben, ähnlich dem des Maskenklarinos (Myadestes melanops), aber tiefer, klarer und schlichter ohne schrille Endnote. Die Rufe sind ein katzenartiges „mew“, ein gepfiffenes abfallendes „Wwhew“ und an- und absteigendes „greee“.

Lebensweise Die Art ist vermutlich ein Standvogel und monogam, tritt meist einzeln auf, nur gelegentlich als Teil Gemischter Jagdgemeinschaften. Der Vogel lebt sehr scheu im Unterwuchs, meist dicht am Boden und ist nur schwer zu sehen, am Ehesten in der Dämmerung, dann gern auch einem Waldpfad hüpfend.

Die Art ist ein Allesfresser, im Mageninhalt wurden Käfer, Ameisen, andere kleine Insekten, Spinnentiere und Beerenobst gefunden.

Die Brutzeit liegt zwischen März und Juli. Das Nest ist eine feste Schale aus kleinen Wurzeln, Moos und Blättern ohne Lehm. Das Gelege besteht aus 1–2 blassblauen Eiern mit großen hell kastanienbraunen Flecken.

Gefährdungssituation Die Graurücken-Musendrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur N. F. A. A. de Lafresnaye: M[yioturdus] fuscater. In: Revue Zoologique, par la Société Cuvierienne, Band 8, S. 341, 1845, Biodiversity Library

Weblinks

Macaulay Library

Einzelnachweise

Kategorie:Drosseln