Neuekrug war ein Gasthaus und Wohnplatz im ehemaligen Gemeindebezirk Wilhelmsdorf. Im Jahr 1937 wurde der Ort als Wohnplatz nach Brandenburg an der Havel eingemeindet.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 285)
Neuekrug entstand als Etablissement auf der wüsten Feldmark Schmöllen. Die Lage ist kartographisch durch die Karte der Zauche von 1777 belegt. Das Etablissement befand sich an der Heerstraße Brandenburg–Magdeburg und war verkehrsgeografisch bedeutsam. Der Ort wurde 1719 als Sandfortskrug erwähnt. 1745 erschien die Bezeichnung Neuer Krug. Im Jahr 1801 wurde Neuekrug als Krug an der Magdeburger Heerstraße beschrieben, der zu Neudorf gehörte und das dortige Schulzengericht ausmachte. 1837 wurde Neuekrug im Zusammenhang mit Wilhelmsdorf geführt. Im Jahr 1861 ist der Name Neuekrug überliefert, daneben auch die Bezeichnung Sandfuhrtkrug. Verwaltungsmäßig war Neuekrug stets der Stadt Brandenburg zugeordnet. Im Jahr 1858 bestand Neuekrug als Gasthaus mit einem Wohngebäude und drei Wirtschaftsgebäuden. 1895 wurden zwei Wohnhäuser gezählt. Kirchlich war Neuekrug nach Brandenburg an der Havel eingepfarrt, und zwar zur Neustadtpfarrei St. Pauli.
Einwohnerentwicklung Für das Jahr 1817 wurden fünf Einwohner genannt. 1858 lebten sechs Personen am Ort, 1871 acht, 1885 neun und 1895 zehn Einwohner.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 285 und 286)
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1719 Kategorie:Geographie (Brandenburg an der Havel)