Sójki () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Rychliki im Powiat Elbląski.

Geographische Lage Sójki liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer südwestlich der Stadt Pasłęk bzw. 23 Kilometer südlich der Kreismetropole Elbląg.

Geschichte Der seinerzeit Keexten und auch Kögsten, um 1785 Köxten genannte Ort war ein Gutsdorf.Dietrich Lange: Köxten, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Im Jahre 1303 verlieh Konrad Sack, Landmeister in Preußen, „im Felde zu Keexten“ Ländereien.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Köxten

Im Jahre 1624 war Friedrich von Polentz Besitzer auf Kögsten, 1637 erwarb Familie von Reibnitz das Gut, das 1738 in den Besitz von Friedrich Reinhold Graf von Finckenstein überging.

Im Jahre 1785 wurde Köxten als „adliges Vorwerk“ mit acht Feuerstellen, im Jahre 1820 als ebensolches bei zehn Feuerstellen und 97 Einwohnern erwähnt.

Der Gutsbezirk Köxten wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Jankendorf im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, angegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Jankendorf/Königlich Blumenau/Königsblumenau

Im Jahre 1885 zählte Köxten 92 Einwohner, im Jahre 1910 waren es 97.

Am 30. September 1928 verlor der Gutsbezirk Köxten seine Eigenständigkeit und wurde nach Jankendorf eingemeindet, das 1937 zum Amtsbezirk Königsblumenau kam.

Als das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge 1945 an Polen abgetreten wurde, erhielt Köxten die polnische Namensform „Sójki“. Das Dorf ist heute eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Rychliki im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 war Köxten in den Sprengel Heiligenwalde der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Blumenau-Heiligenwalde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 470 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei Christburg im Dekanat Stuhm im damaligen Bistum Ermland eingegliedert.

Heute gehört Sójki evangelischerseits zur St.-Georgs-Kirche in Pasłęk, einer Filialkirche von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen sowie weiterhin nach Dzierzgoń im Dekanat Dzierzgoń im Bistum Elbląg.

Verkehr Sójki liegt an der Woiwodschaftsstraße 527, die von Dzierzgoń über Pasłęk und Morąg bis nach Olsztyn verläuft.

Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr. Von 1893 bis 1999 war Christburg resp. Dzierzgoń die nächste Bahnstation. Sie lag im Abschnitt Marienburg (Westpr.)–Maldeuten der Bahnstrecke von Marienburg über Pasłęk und Morąg nach Olsztyn führt.

Einzelnachweise

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