mini|Einsiedlerkapelle Sant Elm mini|Einsiedlerkapelle Sant Elm, Innenansicht Die Ermita de Sant Elm, die „Einsiedelei zum Heiligen Erasmus“, ist eine neobarocke Einsiedlerkapelle in der Stadt Sant Feliu de Guíxols (Katalonien, Spanien), die auf einer alten Befestigungsanlage errichtet wurde.
Beschreibung Die Kapelle weist einen rechteckigen Grundriss auf und ist von einem Satteldach bedeckt. Äußerlich fallen die Fassade und die massiven Strebepfeiler an der Nordwand ins Auge. Das Bauwerk ist aus Stein errichtet, wobei regelmäßige Mauersteine mit behauenen Ecksteinen und polierten Steinen, die Fenster- und Türöffnungen einrahmen, kombiniert sind. Die schlichte Fassade besitzt ein mittig angeordnetes Eingangsportal, neben dem zwei Fenster angeordnet sind. Über dem Portal ist das Stadtwappen von Sant Feliu de Guíxols aus dem Jahr 1724 angebracht. Im oberen Bereich der Fassade befindet sich eine kleine runde Öffnung. Über dem Giebel ist eine einbogige Glockenwand angebracht. Rechts neben der Fassade schließt sich ein rechteckiger Raum an, der als Erweiterung des Kirchenschiffs dient.Beschreibung nach Gencat: Sant Elm.
Geschichte Im Jahr 1203 wurde auf dem Hügel, auf dem sich die Kapelle befindet, eine Festung erbaut. 1452 errichtete man dort eine dem Heiligen Erasmus, dem Patron der Seefahrer, geweihte Kapelle. 1696 wurde die Festung wie auch die Kapelle von einem französischen Heer zerstört. 1923 wurde die Kapelle durch den Textilindustriellen Pere Rius i Calvet im Barockstil (1865–1937) neu aufgebaut. 1943 wurden aus dem Spanischen Bürgerkrieg resultierende Schäden an der Kapelle repariert. Bei der letzten Restaurierung von 1993 erhielt die Kapelle ihr heutiges Aussehen. Obwohl die Kapelle von Anfang an dem Heiligen Erasmus geweiht war, wurde sie nach dem Wiederaufbau von 1723 zusätzlich der „Sra. del Bon Viatge“, der „Mutter Gottes der guten Reise“, geweiht. Von der Terrassenanlage der Kapelle eröffnet sich einerseits ein weiter Panoramablick zum Kap von Tossa de Mar im Süden bis nach Begur im Norden die gesamte Costa Brava entlang und andererseits ebenfalls tief in die Berglandschaft hinein. Gemäß Hörensagen gab der katalanische Schriftsteller Ferran Agulló durch diesen Blick inspiriert dem Küstenabschnitt den Namen „Costa Brava“ („Wilde Küste“).Beschreibung nach: Itinerari Arquitectònic: Ermita de Sant Elm.
Weblinks
Gencat: Sant Elm Itinerari Arquitectònic: Ermita de Sant Elm
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Katalonien Kategorie:Kulturdenkmal in der Provinz Girona Ermita Kategorie:Erasmuskirche Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Girona Kategorie:Einsiedelei Kategorie:Neobarockes Kirchengebäude Kategorie:Bauwerk des Historismus in Katalonien Kategorie:Erbaut 1923