Anna Adeola Makanju (* in Leningrad, heute St. Petersburg, Russland) ist eine US-amerikanische Juristin und Managerin im Bereich Technologiepolitik. Sie wurde durch ihre leitenden Rollen bei OpenAI bekannt, wo sie seit 2021 die Zusammenarbeit des Unternehmens mit Politik und Regulierungsbehörden mitgestaltete. Im Jahr 2023 nahm New African sie in eine Liste der 100 einflussreichsten Menschen mit Bezug zu Afrika auf, und im selben Jahr wurde sie auch in die TIME100 AI aufgenommen.

Leben Makanju kam als Tochter eines nigerianischen Vaters und einer ukrainischen Mutter in der damaligen Sowjetunion zur Welt. Sie verbrachte Teile ihrer Kindheit in Leningrad bzw. St. Petersburg und Lagos und lebte später mit ihrer Familie in Deutschland, Arizona, Kuwait und Texas. Mit 16 Jahren begann sie ein Studium an der Western Washington University und schloss es mit einem Bachelor in Linguistik und Französisch ab, wobei sie ihr letztes Studienjahr an der Universität Nantes verbrachte. Anschließend studierte sie Jura an der Stanford University und erhielt 2003 zur Finanzierung ihres J.D.-Studiums ein Paul & Daisy Soros Fellowship. Nach dem Studium arbeitete sie am Internationalen Strafgerichtshof, am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, als Law Clerk am United States Court of Appeals for the Third Circuit und in der internationalen Schiedsgerichtspraxis von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton.

Wirken Makanju wechselte von Cleary Gottlieb in die Wahlkampforganisation Obama for America und trat 2009 in die Obama-Regierung ein. Dort arbeitete sie in außen- und sicherheitspolitischen Funktionen, darunter als Stabschefin für Europa- und NATO-Politik im Verteidigungsministerium, als leitende Politikberaterin bei der US-Mission bei den Vereinten Nationen, als Leiterin für Russland im National Security Council und als Sonderberaterin für politische Angelegenheiten für Europa und Eurasien im Büro des damaligen Vizepräsidenten Joe Biden. Nach ihrer Regierungszeit arbeitete sie im Bereich Technologiepolitik bei SpaceX und Facebook, wo sie unter anderem mit Wahl- und Regulierungsthemen befasst war. Im Jahr 2021 kam sie zu OpenAI und wurde dort zunächst Leiterin für öffentliche Politik und Vizepräsidentin für globale Angelegenheiten. In dieser Funktion bereitete sie Kontakte zwischen OpenAI und politischen Entscheidungsträgern vor, begleitete Sam Altmans weltweite Gespräche mit Regierungen und machte OpenAI zu einem Gesprächspartner für KI-Regulierung. Im Jahr 2024 berichtete die Financial Times, OpenAI baue sein internationales Team für globale Angelegenheiten aus, wobei Makanju als Vizepräsidentin für Regierungsangelegenheiten eine auf Regulierung ausgerichtete öffentliche Position des Unternehmens erläuterte. Später übernahm sie bei OpenAI die Rolle der Vizepräsident für globale Auswirkungen und wurde 2026 von Devex auf Platz 3 der Liste Devex Power 50 geführt. OpenAI kündigte im März 2026 an, dass Makanju Mitte April als Leiterin für KI im Bereich Zivilgesellschaft und Philanthropie zur OpenAI Foundation wechseln und dort die Nutzung von KI für gemeinnützige Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, philanthropische Einrichtungen und die Zivilgesellschaft vorantreiben solle.

Einzelnachweise

Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau Kategorie:Manager Kategorie:Jurist Kategorie:Person (Sankt Petersburg) Kategorie:Person (Nigeria) Kategorie:Immigrant in den Vereinigten Staaten

en:Anna Makanju