Anny Hamburger (* 13. Juni 1922 in St. Gallen; † 29. Juni 1988 in Aarau; heimatberechtigt in Buchs AG) war eine Schweizer Aktivistin und Musiklehrerin.

Leben Herkunft, Bildung Anny Hamburger absolvierte die Töchterschule Talhof (heute Kantonsschule am Brühl) in St. Gallen. Ihren Wunsch, Musik zu studieren, konnte sie aus finanziellen Gründen nicht verwirklichen. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Gemeindehelferin. Anschliessend war sie als Gemeindehelferin an der französischen Gemeinde in Bern tätig. In dieser Zeit erwarb sie die Lehrbefähigung für Violine, schliesslich auch für Flöte. Von 1963 bis 1987 war sie Musiklehrerin an der Bezirksschule Zofingen.

Aktivismus Die lebenslang ledige Hamburger gründete 1975 die Arbeitsgemeinschaft unverheirateter Frauen (AUF, heute: Pro Single Schweiz) und war bis zu ihrem Tod deren Präsidentin. Sie setzte sich in dieser Funktion für die Gleichstellung lediger Frauen beim Sozialversicherungs- und Steuerrecht ein. Der Verband kritisierte den 1981 eingeführten Gleichstellungsartikel dahingehend, dass er zivilstandsbedingte Ungleichheiten ebenfalls berücksichtigen sollte. Der Verband versuchte ausserdem, das Bild der ledigen Frauen in der Öffentlichkeit zu verbessern. Von 1981 bis 1988 war sie Mitglied im Vorstand des Bundes der Schweizerischen Frauenorganisationen (heute: Alliance F).

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