Duas Barras ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im bergigen Binnenland des Bundesstaates in der Região Serrana und gehört zur Region um Nova Friburgo. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 11.355 geschätzt.

Geografie und Klima Duas Barras liegt in der Região Serrana des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 530 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 379,619 Quadratkilometer. Die Gemeinde grenzt an Bom Jardim, Cantagalo, Carmo, Cordeiro, Nova Friburgo und Sumidouro.

Das Gemeindegebiet wird durch eine hügelige bis bergige Landschaft im Einzugsgebiet des Rio Paraíba do Sul geprägt. Neben dem Hauptort umfasst das Município den Distrikt Monerá. Das Klima ist aufgrund der Höhenlage milder als in den tiefer gelegenen Küstenregionen.

Geschichte In der Kolonialzeit ließen sich portugiesische Siedler in der Region nieder, die sich vor allem der Landwirtschaft widmeten. Im 19. Jahrhundert gewann der Kaffeeanbau an Bedeutung und trug wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes bei. Die Ansiedlung entwickelte sich zunächst unter dem Namen Taperá. Durch den Ausbau landwirtschaftlicher Produktion und die Einbindung in die Wege zwischen den Gebirgsorten der Região Serrana und den Märkten des Paraíba-Tals wuchs die lokale Bedeutung des Ortes. Kaffee, Viehwirtschaft und kleinräumige Landwirtschaft prägten die wirtschaftliche Struktur.

Die Freguesia Duas Barras wurde 1856 durch Provinzgesetz geschaffen und dem Município Cantagalo unterstellt. Schließlich wurde Duas Barras durch das Staatsdekret Nr. 233 vom 8. Mai 1891 zur Gemeinde erhoben und aus Cantagalo ausgegliedert. Die Installation des neuen Munizips erfolgte am 20. August 1891.

Demografie Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf 11.355 Personen geschätzt. Beim Zensus 2022 wurden 10.980 Einwohner gezählt; daraus ergab sich eine Bevölkerungsdichte von 28,92 Einwohnern je Quadratkilometer.

JahrEinwohner19919.875200010.334201010.930202210.980Volkszählungen

Wirtschaft Die Wirtschaft von Duas Barras war historisch durch Landwirtschaft und insbesondere durch den Kaffeeanbau geprägt. Der Kaffeeboom des 19. Jahrhunderts begünstigte die Entwicklung von Fazendas, Handelsbeziehungen und lokalen Infrastrukturen in der Região Serrana. Nach dem Rückgang des Kaffeeanbaus gewannen Viehwirtschaft, kleinräumige Landwirtschaft und Dienstleistungen an Bedeutung. Das historische Stadtzentrum lockt zudem einige Touristen an. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner lag 2023 bei knapp 26.000 Real, ein relativ bescheidener Wert, da die Ortschaft außerhalb der großen Metropolregionen liegt.

Religion Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Duas Barras gehört zum römisch-katholischen Bistum Nova Friburgo.

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Einzelnachweise

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